Gemeinderat Amerang hat nachtragshaushalt verabschiedet

Auf Einkaufstour bei Grundstücken

von Redaktion

Der Ameranger Gemeinderat hat einen Nachtragshaushalt und den Finanzplan bis 2020 beschlossen. Die Kommune hat offenbar viel vor. Die Haushaltsentwicklung für das Jahr 2017 machte den Erlass eines Nachtragshaushaltsplans erforderlich.

Amerang – Die Gemeinde Amerang plant, mehrere Grundstücke zur Ausweisung von Wohnbauland zu erwerben, was bisher im Haushaltsplan nicht veranschlagt ist. Insgesamt sind dafür im Nachtragshaushaltsplan etwa 2,6 Millionen Euro vorgesehen. Der bisherige Ansatz betrug lediglich 300000 Euro.

Hinzu kommt, dass der geplante Verkauf der Gewerbegrundflächen im Grünhofer Feld im Haushaltsjahr nicht mehr realisiert wird und dadurch geplante Einnahmen in Höhe von 1,1 Millionen Euro entfallen.

Diverse Ansätze im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt sind an die tatsächliche Entwicklung angepasst. Das sind unter anderem Projekte, die erst 2018 realisiert werden, wie etwa der vorgesehene Breitbandausbau über das Bundesförderprogramm oder die geplante Sanierung der Brücken in Kirchensur.

Sanierung der

Straße zurückgestellt

Die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße von Kammer nach Asham wurde zurückgestellt. Die Ablöse für die Entwässerungsanlagen Pfaffinger Feld wird vom Vorhabenträger erstellt und an die Gemeinde ohne Kostenersatz übergeben.

Auch im Finanzplan 2016 bis 2020 sind entsprechende Anpassungen vorgenommen. Unter anderem ist im Finanzplanungsjahr 2018 eine weitere Kreditaufnahme in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Finanzierung von Investitionen vorgesehen. Für das Jahr 2017 ist neben der bereits genehmigten Kreditaufnahme für die Sanierung der Schulsporthalle von 1,5 Millionen eine zusätzliche Kreditaufnahme in Höhe von 1,1 Millionen vorgesehen.

Zum Haushaltsausgleich werden der Allgemeinen Rücklage (Stand 1. Januar 2017: 2,45 Millionen Euro) etwa 1,89 Millionen Euro entnommen. Der Nachtragshaushalt hat im Verwaltungshaushalt über 7129300 Euro und im Vermögenshaushalt 5573200 Euro beschlossen. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen wurde erhöht und auf 2,6 Millionen festgesetzt. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan bleibt weiterhin bei 400000 Euro.

Positive Tendenz bei Steuereinnahmen

Insgesamt betrachtet kann die Haushaltslage der Kommune laut Verwaltung als „geordnet“ betrachtet werden. Die Einnahmen des Verwaltungshaushalts – vor allem die Gewerbesteuer mit rund 2,5 Millionen (Ansatz 1,8 Millionen Euro) sowie die Einkommensteuerbeteiligung mit rund 2,1 Millionen (Ansatz: 1,95 Millionen Euro) – entwickeln sich laut Kämmerer Anton Görgmayr „sehr erfreulich“.

Die Zuführung mit etwa 900000 Euro liege deutlich über der ursprünglichen Planung (242000 Euro). Die erheblichen Ausgaben für den Grunderwerb seien letztlich als Vorfinanzierung zu betrachten. Nach Entwicklung der Bauflächen können die Kredite durch Verkäufe voraussichtlich vollständig getilgt werden.

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