Eggstätt – Eggstätts Bürgermeister Hans Schartner wiederholte in der jüngsten Gemeinderatssitzung den Wunsch nach einer Nachverdichtung im nördlichen Ortsteil.
Bereits im Juli stand das Thema auf der Agenda. Damals einigte sich das Gremium auf einen Aufstellungsbeschluss mit dem Ziel der Möglichkeit der Nachverdichtung der bebaubaren Grundstücke innerhalb des Geltungsbereichs durch zusätzliche Wohneinheiten unter der grundsätzlichen Beibehaltung der festgesetzten Richtwerte (wir berichteten).
Franz Fuchs vom gleichnamigen Kolbermoorer Architektenbüro stellte den Ratsmitgliedern drei Möglichkeiten vor, um den alten Bebauungsplan aus den 80er-Jahren zu ändern. Den geringsten Aufwand gebe es bei einer maßvollen Steigerung der Wohneinheiten, wofür es aber einen rechtskräftigen Bebauungsplan geben müsse. Dies sei aber nicht gegeben, da das Landratsamt schon angedeutet habe, dass seinerzeit ein Formfehler unterlaufen sei.
Die „Mercedes-Lösung“, so Fuchs, sei eine komplette Neuplanung. Da das Gebiet rund 19 Hektar umfasse, müsse er als Honorar – und dies sei schon eher „unterbewertet“ – mindestens 51000 Euro ansetzen. Das Schallschutzgutachten, das ebenfalls für die Neuplanung erforderlich sei, sei da noch nicht einmal miteingerechnet.
„Man darf sich keine Wunder erwarten.“
Architekt Franz Fuchs
Die dritte Möglichkeit sei die Auflösung hin zu einem laut Baugesetzbuch „Bauen im Innenbereich“. Aber auch hier, so Fuchs weiter, dürfe „man sich keine Wunder erwarten“, denn ohne unbeplanten Innenbereich müsse sich der Bauwerber mangels konkreter Festsetzungen an der vorhandenen Umgebungsbebauung orientieren.
Auf Nachfragen von Christian Glas erklärte Fuchs, dass „die sauberste Lösung“ ein rechtssicherer Bebauungsplan sei. Dieser Meinung schlossen sich die Gemeinderäte mehrheitlich an. Zur Kostenfrage äußerten sich Valentin Obermaier und Gerhard Eder einheitlich: „Natürlich lieber weniger als mehr“, aber wichtig sei, dass es „gescheit“ gemacht werde.