Zum Bericht „Afghane hilft beim Wegebau“ und Leserbrief von Rudolf Helf im Lokalteil:
Schon immer berichtete das OVB aus den Vereinen im Landkreis und wird damit dem Anspruch als Heimatzeitung gerecht. Wie in den Vereinen, so werden auch in den Alpenvereinssektionen die verschiedenen Funktionen ehrenamtlich ausgeübt. Die Aktivitäten der Sektionen im Wegebau gehen jedoch weit über die Grenzen der Sektionsmitglieder hinaus und sind ein wichtiger Beitrag zum Landschaftsschutz. Einheimische, Feriengäste und Urlauber nutzen die Alpenvereinswege.
Nun zeigt ein Foto einen afghanischen Flüchtling als Helfer in unseren Bergen! Irritiert diese Meldung Rudolf Helf so sehr? Kann dieser kurze Bericht sein Weltbild so erschüttern, weil unter seinen „Heerscharen“ Menschen sind, die dem Wegewart bei gemeinnütziger Arbeit helfen? Kann diese positive Meldung so störend sein? Ich möchte mir weder die diskriminierenden Bemerkungen zu eigen machen, noch möchte ich mich an negative Meldungen über Asylbewerber und Flüchtlinge gewöhnen.
Die überwältigende Mehrheit dieser Menschen will keine Almosen. Sie wollen arbeiten, doch das umstrittene Arbeitsverbot der Bayerischen Staatsregierung verhindert das. Die Mithilfe bei einem ehrenamtlichen Wegewart einer DAV-Sektion ist jedoch etwas völlig anderes: Er kann und darf die Helfer nicht bezahlen! Das heißt, die Asylbewerber und Flüchtlinge tun das freiwillig und unentgeltlich!
Soll nun ehrenamtliche Arbeit künftig in der Presse verschwiegen werden?
Aber vielleicht ist Herr Rudolf Helf bereit, die Wegearbeit des DAV aktiv zu unterstützen? Auch eine gemeinsame Aktion mit Flüchtlingen ließe sich organisieren.
Gerhard Ritthammer
Rosenheim
DAV-Wegewart Rosenheim