Hilfe für die Feuerwehr in der Partnerregion Volovec

Hydraulischen Spreizer sofort getestet

von Redaktion

Was bei der Feuerwehr aus der Region Rosenheim ausgemustert wird, ist bei den Kameraden in der Ukraine höchst willkommen. Die Feuerwehren im Landkreis Rosenheim spendeten ausrangierte Ausrüstungsgegenstände, die jetzt von Mitgliedern des Bad Endorfer Partnerschaftsvereins Volovec und der Freiwilligen Feuerwehr Hemhof in die Partnerregion gebracht wurden.

Bad Endorf – Aufgrund von sicherheitstechnischen Vorgaben und Bestimmungen sowie aus Altersgründen werden immer wieder Ausrüstungsgegenstände ausgemustert. Franz Waldleitner, Kommandant der FFW Hemhof, konnte in den vergangenen Wochen von der Gemeinde Aschau einen Hydraulischen Rettungssatz mit Spreizer und Schere, Schutzanzüge von der Feuerwehr Kolbermoor und von der Feuerwehr Au ein Notstromaggregat sowie ein Pressluft-Hebekissen für die ukrainischen Kameraden entgegennehmen. Diese Geräte sowie nicht mehr benötigtes medizinisches Material, das die Ärztin Michaela Fabri von der Simssee Klinik in Bad Endorf erhalten hatte, brachten die Mitglieder im Rahmen einer Kurzreise in die Ukraine.

Spenden willkommen

Franz Waldleitner ist unermüdlich auf der Suche nach ausgedienten Gerätschaften, die als Spende für die Ausstattung von Feuerwehren in der Ukraine weitergegeben werden können.

Diese Hilfsaktion wird vom Verein zur Förderung der Partnerschaft mit Volovec/Ukraine organisiert.

Auch wenn der Bürgerkrieg von der westukrainischen Stadt weit entfernt scheint, so spüren die Einwohner die Auswirkungen der Kämpfe und Sanktionen deutlich. Und das gilt auch für die Ausrüstung der dortigen Feuerwehren.

Die Situation der ukrainischen Feuerwehr ist mit der in Deutschland nicht vergleichbar. Es gibt nur die Berufsfeuerwehr und keine freiwillige Feuerwehr. Fast jede kleinere Stadt hat eine eigene Feuerwehr, welche die umliegenden Ortschaften, die durchaus weiter weg gelegen sein können, mit zu versorgen hat. Ein Feuerwehrmann verdient umgerechnet 150 Euro, während der Durchschnittsverdienst im vergleich bei rund 300 Euro liegt. In der Bezahlung sind die Feuerwehrkameraden ganz unten angesiedelt.

Von der extrem schlechten Ausstattung der Feuerwehren in der Ukraine konnte sich die Reisegruppe ein Bild vor Ort machen und sehen, dass die mitgebrachten Ausrüstungsgegenstände noch lange Zeit hier guten Dienst tun werden.

Die Feuerwehrler in Nischni Vorota, Kreis Volovec, zeigten sich bei der Übergabe der Gerätschaften und einer Vielzahl von Kleinteilen hellauf begeistert. Als Zeichen ihrer Dankbarkeit luden die ukrainischen Feuerwehrler die Gäste zu einem Abendessen mit Grillfleisch ein.

Die Wehrler Franz Waldleitner und Markus Heiss stellten fest, dass ganz dringend Feuerwehrschläuche und Einsatzstiefel gebraucht würden. „Wir hoffen auf weitere Spenden, auch auf Geldspenden, um die hohen Kosten für den langen Transport in die Ukraine bezahlen zu können“, so der Zweite Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Volovec, Markus Heiss. „Das ist eine sinnvolle Unterstützung.“

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