Kanalsanierung in Stephanskirchen

Inspektion im Untergrund

von Redaktion

Das öffentliche Kanalnetz muss in bayerischen Kommunen regelmäßig untersucht und gegebenenfalls repariert werden. Im Stephanskirchener Gemeinderat berichtete Ingenieur Carsten Mikosch vom Spezial-Ingenieurbüro ISAS über die Vorgehensweise in der Gemeinde.

Stephanskirchen – Die Gemeinde Stephanskirchen kommt dieser Verpflichtung nach und überprüft beziehungsweise saniert in regelmäßigen Abständen die Teile des Kanalnetzes, für die gemäß Satzung die Kommune zuständig ist. So wurden in der jüngeren Vergangenheit von 2012 bis 2014 ein Sanierungsabschnitt im nördlichen Teil des Ortsteils Schloßberg realisiert, von 2014 bis 2015 der Bereich „Spindlergraben“ ertüchtigt und seit 2016 wird ein weiterer Sanierungsabschnitt im südlichen Teil des Ortsteils Schloßberg in Angriff genommen.

Die aktuell laufenden Sanierungsarbeiten werden weitgehend in geschlossener Bauweise ausgeführt und voraussichtlich Ende 2017 abgeschlossen sein.

Auch für die kommenden Jahre schlägt die Verwaltung vor, weitere Kanalabschnitte zu untersuchen. Als nächster Schritt ist für das Jahr 2018 angedacht, den Ortsteil Haidholzen mit einer Länge von circa 8,5 Kilometern zu befahren und zu bewerten. Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen ist im Anschluss ein Sanierungsbedarf festzustellen und in 2019 umzusetzen.

Finanzielle Auswirkung

Für technische Kanalsanierungen werden jährlich 200000 Euro bei Haushaltsstelle 70009676 eingeplant. Aktuell stehen inklusive Haushaltsreste rund 580000 Euro zur Verfügung, wodurch die entstehenden Kosten voraussichtlich gedeckt werden können. Der Stephanskirchener Gemeinderat befürwortet diese Vorgehensweise. re

Die Verordnung

Mit Einführung der Eigenüberwachungsverordnung (EÜV) Ende der 90er-Jahre wurden die bayerischen Kommunen dazu verpflichtet, das öffentliche Kanalnetz regelmäßig und eingehend mittels optischer Inspektion durch fahrbare Kameras zu untersuchen.

Die festgestellten Schäden werden anschließend bewertet und bei Bedarf saniert – so bleibt das Kanalnetz, das in der Regel den größten Vermögenswert einer Kommune darstellt, in einem guten Zustand.

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