Förderverein der Freiwilligen feuerwehr Schlossberg zahlt die anschaffung

Tanklöschfahrzeug für Schloßberg

von Redaktion

Der Förderverein der Feuerwehr Schloßberg wird ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug kaufen. Der Stephanskirchener Gemeinderat begrüßte das Vorhaben, das Kommandant Christoph Zehentner den Gemeinderatsmitgliedern in der vergangenen Sitzung vorstellte.

Stephanskirchen – Mit Spenden unterstützt der Förderverein der Feuerwehr Schloßberg die Ausstattung und Weiterbildungen der Feuerwehr sowie der aktiven Mannschaft. Ein wichtiger Teil ist auch die Förderung der Jugendgruppe. Jetzt will der Verein ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug von der Gemeinde Paffing für 12000 Euro kaufen. Die folgenden Betriebskosten trägt die Gemeinde Stephanskirchen, auf die das Fahrzeug auch zugelassen wird, hieß es im Gemeinderat.

Das 28 Jahre alte Fahrzeug befinde sich in einwandfreiem Zustand und würde einsatztaktisch ausgezeichnet zur Fahrzeugflotte in Schloßberg passen, machte Zehentner deutlich. Er kenne das Fahrzeug persönlich aus der Zeit, als er noch Kommandant in Pfaffing war, gab er weiter bekannt. Daher wisse er auch, in welch gutem Zustand es sei. Die Pumpe sei beispielsweise erst vor acht Jahren erneuert worden. Die Dekra habe dem Fahrzeug außerdem einen „außergewöhnlich guten Zustand“ attestiert.

Die Pfaffinger Feuerwehr habe das Fahrzeug nur ausgemustert, weil die Kollegen eine Neuanschaffung bekommen haben, um die anstehenden Aufgaben noch besser bewältigen zu können.

Für die Schloßberger Feuerwehr sei die Anschaffung deshalb so wichtig, weil eines der beiden vorhandenen Löschgruppenfahrzeuge mit seinen 33 Jahren inzwischen viele technische Mängel aufweise und Ersatzteile für den Oldie nur noch schwer bis gar nicht zu beschaffen seien. „Es lässt die Flügel schon ganz schön hängen“, erklärte er.

Außerdem seien zwei Löschgruppenfahrzeuge tagsüber zu viel für die Schloßberger Feuerwehr. „Wir können manchmal tagsüber keine zweite Löschgruppe mit neun Mann Besatzung zur Verfügung stellen“, gab Zehentner bekannt. Für viele Feuerwehrleute sei es schwierig, ihre Arbeitsstelle für einen Einsatz zu verlassen. Ihre Arbeitgeber hätten nicht immer Verständnis für die ehrenamtlichen Einsätze.

Sechs Mann Besatzung und eine Drehleiter

Das neue gebrauchte Tanklöschfahrzeug würde künftig mit sechs Feuerwehrleuten ausrücken, die Kombination mit der Drehleiter sei ideal, und bei größeren Einsätzen würde automatisch eine weitere Feuerwehr zusätzlich alarmiert, stellte der Kommandant fest. Außerdem könne das verbleibende Löschgruppenfahrzeug im Notfall auch noch mit einem Rettungssatz ausrücken.

Mit dem Tanklöschfahrzeug sei man für die nächsten Jahre auf der sicheren Seite. So bald würden sicher keine weiteren Anschaffungen notwendig sein. Das Geld aus der Vereinskasse des Fördervereins reiche für die Anschaffung. Es sei sogar noch ein Notgroschen übrig.

Das sei für Schloßberg eine angemessene Lösung, auch wenn das Fahrzeugkonzept der Gemeinde Stephanskirchen diese Anschaffung so nicht vorgesehen hätte. Dementsprechend betonte auch Bürgermeister Rainer Auer, dass er die Initiative der Feuerwehr begrüße, aber das Konzept der Gemeinde trotzdem weiter gelte. Diese Lösung sei vor allem dem Kommandanten und seiner guten Beziehung zur Pfaffinger Feuerwehr zu verdanken.

Derart gelobt wies Zehentner mit einem Schmunzeln gleich auf eine weitere Schwachstelle der Feuerwehr Schloßberg hin: Das Feuerwehrhaus sei inzwischen ebenfalls in die Jahre gekommen und weise große Mängel auf. „Wahrscheinlich wird es in den nächsten drei Jahren kein neues Feuerwehrhaus geben“, befürchtet er, „aber vielleicht in sechs Jahren zum 150. Geburtstag der Feuerwehr?“

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