Nußdorf – Während derzeit auf den drastischen Rückgang der Insektenwelt hingewiesen wird – mancherorts bis zu 75 Prozent – versucht der Nußdorfer Obst- und Gartenbauverein, wenn auch nur regional begrenzt, für Abhilfe zu sorgen.
Was alles getan werden kann, damit sich die kleinen Gartenhelfer, vor allem die Bienen, in den heimischen Gärten wohlfühlen können, zeigte Maria Liegl mit verschiedenen Projekten in ihrem Jahresrückblick auf. So brachte ihre Bemühung um einen bienenfreundlichen Garten sie sogar in die Fernsehsendung „Querbeet“ des Bayerischen Rundfunks.
Für die weit über 150 Vereinsmitglieder, die zur Herbstversammlung ihres Vereins gekommen waren, war es eine helle Freude, in den Großaufnahmen des Filmes den kleinen Helfern im Garten bei ihrer Arbeit zuzusehen. Eines steht für Maria Liegl fest: „Ohne Bienen keine Bestäubung, keine Früchte und auch keine Ernte.“ Wo eine Vegetation den Bienen genug Nahrung bietet, da fühlen sich meist auch andere Insekten wohl.
Der Nußdorfer Obst- und Gartenbauverein setzt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Aktionen für eine insektenfreundliche Umwelt ein: der Einrichtung von Insektenhotels oder dem Ausbringen insektenfreundlicher Pflanzen. Da machen die Nußdorfer Gärtner nicht einmal vor dem Gemeindeamt halt, das jedes Jahr mit bienenfreundliche Blühpflanzen von ihnen ausgestattet wird.
Um die Liebe zum Gartenbau zu fördern, werden Kinder und Jugendliche vom Verein frühzeitig in Projekte einbezogen. Liegl: „So halfen die Kindergartenkinder bei der Errichtung eines Nasch-Tippis mit, an dem über viele Monate bis in den Herbst hinein Früchte wachsen und gleichzeitig wieder Bienen und anderen Insekten als Nahrungsquelle dienen.“
Im Laufe des Jahres konnten die Hobby-Gärtner einen Sensenkurs besuchen oder an einem Lehrgang teilnehmen, der zeigte, wie Obstbäume richtig geschnitten werden, damit sie auch im Herbst reichlichen Ertrag liefern. Ländliche Produkte aus der heimischen Landwirtschaft wurden auf dem Pflanzenflohmarkt oder dem Christkindlmarkt angeboten.
Highlight in diesem Jahr war das Apfelkuchenfest (wir berichteten ausführlich). Die Aufzählung der Aktivitäten des sehr rührigen Vereins in einem gut illustrierten und kurzweiligen Lichtbildervortrag nahm fast kein Ende. Nach so viel Arbeit im vergangenen Gartenjahr hatten es die Gärtner auch verdient, sich bei Ausflügen oder einer Kräuterwanderung zu entspannen. Für einen spaßigen Ausklang der Herbstversammlung sorgte die Gärtnerjugend, die mit lustigen Geschenken und fetzigen Sprüchen eine Tombola veranstalteten.stv