Eggstätt – Um jüngeren Mitgliedern die Möglichkeit zum Mitmachen zu geben, sollen die Proben für die Kleinsten ab 2018 bereits um 17 Uhr starten. Das kündigte Jugendleiterin Anna Leutner jetzt bei der Hauptversammlung des Eggstätter Trachtenvereins D’Hartseer an. Leutner berichtete von diversen Aktionen zur Gewinnung neuer Mitglieder wie beispielsweise dem Familiennachmittag und der Schnitzeljagd im Rahmen des Ferienprogrammes. Das Interesse war groß, allerdings wurde der späte Probenbeginn als größtes Hindernis zum Mitmachen gesehen – worauf der Verein jetzt aber reagiert.
In diesem Sinne zitierte Pfarrer Przybylski in seinem Grußwort Gustaf Heinemann mit den Worten „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte“ und ermutigte den Verein, nichts unversucht zu lassen, um neue junge Mitglieder zu gewinnen. Er lobte den Verein als Bewahrer der echten Tracht, die man mit Stolz tragen soll und bat die Anwesenden den Bezug zwischen Tradition, Heimat und Gott nicht aus den Augen zu verlieren.
Auch Bürgermeister Hans Schartner bestärkte die Verantwortlichen, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn es um das Anwerben von jungen Mitgliedern geht. Er forderte die Versammlung auf, die Tracht bei allen Gelegenheiten mit Stolz zu tragen.
Vorsitzender Sigi Hundhammer ließ nochmals die Höhepunkte des letzten halben Vereinsjahres aufleben und hob hierbei ebenfalls die Anstrengungen zur Kinder- und Jugendrekrutierung als wichtigsten Punkt hervor. Hundhammer kündigte für 2018 einen neuen Maibaum an und lud die Versammlung zum Weihnachtsmarkt am Hartsee ein, an dem der Trachtenverein wieder einen Stand haben wird.
Kassier Klaus Seidl konnte heuer von äußerst positiven Zahlen berichten. Dieses historische Allzeithoch führte er auf die engagierten und motivierten Mitglieder zurück sowie auf den guten Verlauf des Sommernachtsfestes. Vorplattler Gusti Pfaffenberger berichtete vom Besuch des Volkstanzkurses in Schnaitsee und hob die Auftritte der Aktivengruppe bei der Hochzeit des ehemaligen Vorplattlers Andi Hundhammer hervor. Frauenvertreterin Kathrin Niedermaier gab bekannt, im nächsten Jahr ein Kaffekranzerl für Frauen aller Generationen zu organisieren. Dies soll dann eventuell als Ersatz für das Vier-Vereine-Treffen stattfinden.
Musikwartin Monika Schartner lud die Mitglieder und alle Interessierten zum Adventssingen in die Pfarrkirche ein und berichtet vom Gebietshoagart in Truchtling. Schartner kündigte zudem wieder ein Klöpferlsingen der Trachtenkinder an und ermutigte die Versammlung sich im Singkreis zu beteiligen.
Im Anschluss an die Berichte konnte der Vorsitzende Hundhammer zahlreiche Mitglieder für ihre Treue zum Verein auszeichnen. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Marlene Fenis, Anna Frank, Augustin Pfaffenberger senior, Monika Schartner, Hubert Schartner sowie Maria und Eduard Stiftl geehrt. Eine Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Irmi Glas und Gerhard Ewinger. Für 60 Jahre wurden Georg Linner, Josef Mayer, August Prögler und Klaus Wenzel geehrt und für 70 Jahre aktive Vereinsmitgliedschaft erhielt Ehrenmitglied Alfons Murner eine Urkunde.
Ehrenzeichen der Trachtenjugend
Im Anschluss überreichte Gaujugendvertreter Christian Kammerbauer die Ehrenurkunde und das Ehrenzeichen der bayerischen Trachtenjugend an Anderl Jell und Ludwig Estner. Jell erhielt die goldene Auszeichnung für über 18 jährige Tätigkeit als Vorplattler und Vereinsmusiker. Estner konnte die Auszeichnung in Silber für ihre zwölfjährige Leitung der Kinder- und Jugendgruppe entgegennehmen.