Seltenes Schauspiel auf einer Wiese zwischen Raubling und Pfraundorf: Dort hat jetzt ein Waldrapp, eine etwa gänsegroße Ibisart, Rast gemacht und nach Futter gesucht – und ist dabei von Leserreporter Werner Kraus fotografiert worden. Seit Jahren wird von einer Projektgruppe versucht, die Vogelart, die zu den bedrohtesten Tierarten der Erde zählt, wieder in Mitteleuropa anzusiedeln – beispielsweise durch eine Vogelkolonie in Burghausen, in der derzeit rund 15 Exemplare leben. „Eigentlich sollte er ja schon in Italien sein“, sagte Waldrapp-Experte Dr. Ernst-Josef Spindler vom Bund Naturschutz auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Sorgen müsse man sich um das Tier, das eigentlich von Burghausen aus auf dem Weg nach Italien sein müsste, nicht, wie Spindler erklärt: „Es sind eigentlich gesellige Tiere, dieaber immer mal wieder Ausflüge auf eigene Faust unternehmen und schnell wieder zurückkehren.“ Spindler glaubt sogar, den Raublinger Waldrapp zu kennen: „Das ist bestimmt Francesco. Dieser Ausflug passt zu ihm.“ Foto Werner Kraus