Gewaltiges Projekt vor Augen

von Redaktion

Neubau des TSV-Vereinsheims soll bald realisiert werden – Vorstandschaft bestätigt

Neubeuern – Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Hans Novak wurden bei der Mitgliederversammlung des TSV Neubeuern einstimmig der Vorsitzende Alexander Schopf, sein Stellvertreter Martin Collin, Finanzwart Christian Zehentbauer und Schriftführerin Petra Reischl-Zehentbauer in ihrem Amt bestätigt. Ebenso geschlossen standen die Mitglieder hinter ihrer Entscheidung für Tobias Engelmann und Thomas Schulze als Kassenprüfer.

In den vergangenen Monaten hatte sich der Vereinsvorstand einem der größten Projekte der letzten 40 Jahre angenommen – dem Neubau des Vereinsheims am Sportplatz. Ein Vorhaben, das zusammen mit der Marktgemeinde geplant und in naher Zukunft realisiert werden soll. „In den Gemeindehaushalt für 2018 und 2019 wurde bereits ein Planungszuschuss eingestellt“, berichtete Schopf den Mitgliedern und betonte: „Ein erstes Konzept liegt bereits vor, das nochmals überarbeitet wird, um eine Kostensenkung erzielen zu können. Denn die Finanzierung von rund einer Million Euro sind vom TSV nur sehr schwer zu schultern.“

Dies spiegelte auch der Kassenbericht von Finanzwart Christian Zehentbauer wider, der erneut ein positives Jahresergebnis auswies. Bei der Finanzierung der veranschlagten Bausumme vertraue der TSV auf die Unterstützung der Gemeinde, Eigenleistungen der Mitglieder, Zuschüsse durch den BLSV sowie der Förderung von Sponsoren. Schopf versprach, bis zum Jahresende eine kleiner dimensionierte Planung vorzulegen. Dabei wird der TSV nach Wunsch der Gemeinde als Bauherr auftreten.

Mit dem Bau eines repräsentativen Sportheimes erhofft sich der Verein auch eine Steigerung der Mitgliederzahlen. Derzeit nutzen 280 Kinder, 163 Jugendliche und 1197 Erwachsene ihre Freizeitaktivitäten im Verein. Neben dem traditionellen Sportlerball in der Beurer Halle organisierte der Hauptverein im August ein Helferfest am Sportplatz, an dem rund 100 Ehrenamtliche teilnahmen. Dafür wurde ein 120-Mann-Zelt angeschafft, das künftig allen neun integrierten Sparten für Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Vom hohen Niveau ihrer Trainings- und Spielerfolge berichteten die Abteilungen. Auf die erfolgreichste Saison aller Zeiten konnten die Tennisspieler zurückblicken. Die Herren I stiegen in die Bezirksliga auf, die Herren II in die Bezirksklasse 1 und die Junioren 16 in die Super-Bezirksliga. Jochen Völker, Leiter der Tennisabteilung, kündigte die 50-Jahr-Feier der Abteilung an, die 2018 stattfinden wird.

Michael Dandlberger freute sich über das gelungene zehnjährige Jubiläum des Inngau-Cups, das 48 Mannschaften aus 20 Vereinen zum fairen Jugendkicken mit großem Rahmenprogramm in Neubeuern empfing. Vorort sind 350 Mitglieder gemeldet. Für die Betreuung der Jugend suchen die Fußballer dringend zusätzliche Trainer. Die Skifahrer absolvierten mit 50 Kindern und Erwachsenen ihre Skikurse am Sudelfeld. Fabian Steiner gab seinen Abteilungsleiterauftrag an Ferdinand zur Hörst ab.

Gerhard Sieber blickte auf die Saison der Stockschützen zurück. 23 Turniere wurden bewältigt und beim Wendelsteinturnier der zweite Platz erzielt. Beim diesjährigen Reit- und Springturnier bis zur schweren Klasse auf der Reitanlage Paul wurden 150 Platzierungen und 300 Nennungen registriert. Besonders Lena Paul ragte heuer mit fünf Siegen bei sechs Prüfungen heraus. 2018 dürfen sich die Fahrer wieder auf die oberbayerische Meisterschaft freuen. Rudi Lebeth, Leiter der Eishockey-Abteilung, führte den hohen Aufwand der Spieler vor Augen. 140 bis 180 Euro kosten 1,5 Stunden Training auf dem Eis, das zu sehr späten Abendstunden in Rosenheim, Bad Aibling oder Ebbs abgehalten wird.

In der Leichtathletik sind zahlreiche Kinder und Jugendliche tätig, die auf dem Sportplatz und in der Beurer Halle trainieren. Auch das Deutsche Sportabzeichen wurde wieder mit hoher Teilnahme abgenommen, verkündete Max Tiefenmooser. Die stärkste Abteilung integriert 400 Mitglieder und ist die Sparte Gymnastik, koordiniert von Robert Vogl. Die Neubeurer Turmfalken, Skaterhockey-Abteilung, spielt in der obersten Hobby-Liga. Der Aufstieg in die zweite Bundesliga Süd konnte aufgrund der fehlenden Überdachung der Spielanlage nicht realisiert werden.rep

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