Bürgerversammlungen in der gemeinde Rohrdorf

Neuer Vorstoß in Sachen Ampel

von Redaktion

Vom Ausbau der Bahnhofstraße und dem Freilichttheater des Trachtenvereins „Achentaler“ waren unter anderem die vergangenen zwölf Monate geprägt, die Rohrdorfs Bürgermeister Christian Praxl bei den zwei Bürgerversammlungen im Zeitraffer Revue passieren ließ. „Hochbrisant“ bleibt für den Gemeindechef der Brenner-Nordzulauf.

Rohrdorf – Mit der Gründung der Bürgerinitiative (BI) „Bürgerinteressen Rohrdorf“ im Februar hat dieses Thema zwar auch in der 6000-Einwohner-Gemeinde Fahrt aufgenommen. Praxl machte in seinem Vortrag jedoch einmal mehr deutlich, dass es nun dringend gelte, alle Kräfte zu bündeln, um eine Trasse über Rohrdorfer Flur zu verhindern und warb, wie später auch der BI-Vorsitzende Dr. Josef Krapf, bei den rund 90 Zuhörern in der Pizzeria Sapori Antichi in Thansau um Unterstützung für die Bürgerinitiative.

Auch in anderer Hinsicht hat sich einiges getan in Rohrdorf: Der Bogen von Praxls Rechenschaftsbericht spannte sich von der Entwicklung eines Quartierskonzepts, über das Europäische Orchestertreffen in Höhenmoos und die Erörterungstermine zum Autobahnausbau (der Startschuss hierfür sei noch offen) bis hin zur Betreuung der derzeit 72 Geflüchteten in der Gemeinde. Christine Laponder unterstützt seit März Flüchtlinge und Asylbewerber, hält Sprechstunden in ihrem Büro in der Unteren Dorfstraße 1 (Telefon 08032/7072213) ab und ist außerdem Ansprechpartnerin für alle ehrenamtlichen Helfer. Weitere Punkte waren die Einweihung des neuen First-Responder-Fahrzeugs, das neue Angebot alternativer Bestattungsformen, die abgeschlossene Sanierung des Radwegs zwischen Achenmühle und Frasdorf, der Spatenstich für den Anbau ans Achentaler Heimathaus sowie die Planungsvereinbarung für die technische Sicherung der Bahnübergänge an der Finken- und Fabrikstraße.

Schlechte Nachrichten gab es im Zusammenhang mit der Erweiterung der Raststätte Samerberg-Nord: Die Sperrung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Rohrdorf und Lauterbach werde wohl noch bis Weihnachten andauern.

Probleme bereitet der Aushub – eine Mischung aus Textilresten, Holz, Beton und Ziegelsteinen – aus der Erschließung der Siedlung am Kapellenberg, der derzeit an der Taubenstraße unter einer Plane zwischengelagert ist. Mit dem Material wurde vor Jahrzehnten der dortige Weiher verfüllt; es muss nun gesondert entsorgt werden, wodurch auf die Gemeinde unvorhergesehene Mehrkosten zukommen.

Rund 250000 Euro hat die Kommune in den Brandschutz fürs Schulhaus in Thansau investiert. Dort wurde neben Brandschutz- und Ausstiegstüren eine Außentreppe als zusätzlicher Fluchtweg für die beiden Klassen im Obergeschoss eingebaut.

Derweil kristallisierte sich bei der Versammlung im Dorfhaus in Achenmühle mit der Gestaltung des Dorfplatzes ein weiterer Schwerpunkt heraus. An einer Lösung werde derzeit gearbeitet, erläuterte Praxl. Angesichts der stark befahrenen Kreisstraße, die immer wieder auch für den Umleitungsverkehr von der Autobahn herhalten muss, wurde außerdem erneut der Ruf nach einer Fußgängerampel laut. Der Bürgermeister wird nun einen weiteren Vorstoß beim Landratsamt unternehmen.

Die Eckdaten des Haushalts 2017 mit einem Gesamtvolumen von rund 18,1 Millionen Euro hatte eingangs Kämmerer Peter Wagner vorgestellt.

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