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Bauantrag für Vespa eingereicht

von Redaktion

Wieder ist ein Schrittchen auf dem Weg zum Bau der Aschauer Sporthalle getan: Nach einer weiteren ausgiebigen Diskussion im Gemeinderat wird jetzt die Genehmigungsplanung beim Landratsamt eingereicht. Sieben Gemeinderatsmitglieder stimmten dagegen.

Aschau – Während die Befürworter der Halle aus den Reihen der FWG und der ABL nicht müde wurden, darauf hinzuweisen, dass man sich am Ratstisch doch zum Beginn der Planungen vor über zwei Jahren so lange völlig einig über die Notwendigkeit eines Neubaus für die veraltete Halle gewesen sei und das Vorhaben als ein Jahrhundertwerk für die Kommune ohne besondere Rücksicht auf Einzelheiten vorangetrieben habe, wiesen die Gegner aus den Reihen der CSU gerade auf diese bisher unbeachteten Einzelheiten hin.

Ursula Schmid vom Architekturbüro SRW Plan aus München trug dem Gremium den nach den letzten Wünschen aktuell bereinigten Stand der Planungen als Grundlage für den Eingabeplan beim Landratsamt vor. Architektin Karl präsentierte den dazugehörigen Freianlagenplan und das Büro Landgraf den Plan für Heizung, Lüftung und Sanitär.

Die Gesamtkosten sind nach der genauen Kalkulation durch das Architekturbüro SRW aktuell mit rund 7,5 Millionen Euro angegeben, als Einsparmaßnahme nannte Architektin Schmid die Variante auf den Tisch, dass die Sauna nur im Rohbau fertiggestellt werde. Die Gemeinde Aschau könne dann selbst entscheiden, wann und in welchem Umfang der Ausbau der Sauna erfolgen solle. Auch die thermische Solaranlage auf dem Flachdach verursache weit mehr Kosten, als sie mittelfristig an Nutzen einbringe, sie werde in den nächsten Planungen weggelassen.

Bürgermeister Peter Solnar fügte an, dass es sich bei 7,5 Millionen Euro zweifellos um einen hohen Betrag handle, aber die Gemeinde Aschau bekomme auch einen entsprechenden Gegenwert.

Peter Thaurer (CSU) bemängelte einmal mehr die Dachkonstruktion.

Ein Flachdach sei im Alpenvorland mit seiner großen Schneelast nicht darstellbar, folgende Bauschäden durch eindringendes Schmelzwasser seien geradezu programmiert. Ursula Schmid verwies darauf, dass das Dach mit einer Neigung von sieben Grad den Vorschriften entspreche.

Jakob Hündl (CSU) stellte zum wiederholten Male fest, dass das geplante Bauwerk „einfach nur greislich sei“. Über Geschmack lasse sich nicht streiten, so Ursula Schmid. Sie gab zu Bedenken, dass ein Sonderbauwerk wie eine Sporthalle auch besondere Bauformen erfordere.

Benno Pertl (PTL) wandte sich direkt an Bürgermeister Peter Solnar: „Wir brauchen es nicht, aber Sie wünschen es sich, ich werde nicht zustimmen“. Der Bürgermeister wies diesen Vorwurf weit weg, nicht er als Person brauche eine neue Sporthalle, sondern Aschau.

Dr. Silke Helfmeyer (FWG) nannte die Planung ein großartiges Vorhaben für ein großartiges Bauwerk, das Aschau ganz einfach verdient habe. Simon Hoesch (ABL) merkte an: „Nur wo genügend Platz ist, kann sich auch etwas entwickeln“. Werner Runte (CSU) bezweifelte, dass hier in den kommenden Jahren jemals Ruhe einkehren werde. Die Gemeinde stehe vor einem unübersehbaren Schuldenberg und müsse Tilgungskosten aufbringen, die sie auf Dauer nicht schultern könne. Anja Müller Eschenbrücher und Sebastian Pertl (beide FWG) betonten, dass Kämmerer Siegfried Loer ganz zu Anfang erklärt habe, die Gemeinde könne die Rückzahlungen schaffen und somit so quasi grünes Licht gegeben habe; Sepp Hobelsberger (FWG) mahnte zur Eile, die jetzige Niedrigzinsphase zu nutzen. „Ich freue mich wenn wir die Halle bauen“, schloss Christiane Rabich Pichler, „Machen wir schnell, wir brauchen sie dringend“.

In namentlicher Abstimmung gegen die Stimmen von Benno Pertl (PTL), Jakob Hündl, Wolfgang Rucker, Werner Runte, Peter Thaurer und Andreas Schmid (alle CSU) beschlossen die Gemeinderatsmitglieder anschließend, den Bauantrag zu stellen.

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