Warnung vor Import von Bienenvölkern

von Redaktion

VBB-Herbstversammlung: Zuchtobfrau sieht Gefahr durch gefürchtete Parasiten

Halfing – Tiefe Einblicke in ihre Arbeit und Betriebsweise gewährte Luise Mitterreiter, Zuchtobfrau des Verbands Bayerischer Bienenzüchter (VBB), den Mitgliedern des VBB-Kreisverbands Rosenheim-Inntal bei der Herbstversammlung in Halfing. „Nur wer jetzt im Herbst starke Völker einwintere, könne im Frühjahr gesunde Bienenvölker auswintern“, sagte die Expertin.

Da das Springkraut dieses Jahr regional sehr unterschiedlich zur Versorgung mit Winterfutter beigetragen habe, sollten Imker in den kommenden Monaten auf eine ausreichende Futterversorgung achten. Nach Süditalien sei inzwischen der kleine Beutenkäfer eingewandert. Aus diesem Grund sollten im Frühjahr auf keinen Fall Bienenvölker aus anderen Ländern bezogen werden, um einer weiteren Ausbreitung dieses gefürchteten Parasiten nicht weiter Vorschub zu leisten. Mitterreiter bat alle Anwesenden ferner, die regionalen Belegstellen im kommenden Jahr verstärkt zu beschicken: „Nur durch gezielte Zuchtanstrengungen ist es möglich, die in unserer Region verbreitete Carnica-Bienenrasse sanftmütig und leistungsfähig zu erhalten.“

Angela Sollinger, Rosenheimer Kreisvorsitzende im Landesverband Bayerischer Imker, lud alle Anwesenden zur Ambrosiusmesse am Donnerstag, 7. Dezember, um 19 Uhr in die Pruttinger Pfarrkirche ein. Zudem bat sie die Mitglieder um baldige Anmeldung zur gemeinsamen Lehrfahrt beider Kreisverbände zum Kongress der deutschsprachigen Imker in die Schweiz. re

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