Großkarolinenfeld – Der bereits bestehende Vertrag zur Wasserversorgung zwischen den Stadtwerken Bad Aibling und der Gemeinde Großkarolinenfeld wurde in diesen Tagen nach einstimmigen Beschlüssen der jeweiligen Gremien erweitert. Er sichert Großkarolinenfeld ergänzend zur Eigenförderung (maximal 250000 Kubikmeter) 250000 Kubikmeter Wasser pro Jahr zusätzlich.
Bereits in der Vergangenheit wurden von Bad Aibling 60000 Kubikmeter an Wasser im Jahr zugekauft, um die vorgeschriebenen Pegelstände der gemeindeeigenen Brunnen auch im Sinne der umliegenden Landwirte gesichert einhalten zu können. Für die zusätzlichen 150000 Kubikmeter muss Großkarolinenfeld einen einmaligen Baukostenzuschuss in Höhe von 375000 Euro an die Stadtwerke Aibling überweisen – 100000 Kubikmeter wurden bereits in der Vergangenheit vertraglich gesichert.
Zukauf zum
günstigen Preis
Der Vertrag garantiert einen Zukauf zum Preis von 70 Prozent des jeweiligen Wasserpreises in Bad Aibling. Bis es beim Endverbraucher in Großkarolinenfeld ankommt, ist wie in Aibling auch die Unterhaltung und gegebenenfalls eine Ergänzung des eigenen Leitungsnetzes erforderlich.
Aus Sicht der Bürgermeister wird die interkommunale Zusammenarbeit gerade im Bereich der Daseinsvorsorge als sehr positiv gesehen. Die Suche nach zusätzlichen eigenen Brunnen mit Grundstücks- und Leitungssicherungen wie der Ausweisung von Wasserschutzgebieten sowie Verhandlungen und Entschädigungszahlungen an Landwirte wäre für Großkarolinenfeld wirtschaftlich sinnvoll nicht darstellbar. Schließlich sind sämtliche Kosten bei kostenrechnenden Einrichtungen wie der Wasserversorgung oder der Abwasserbeseitigung vom Bürger mittelbar oder unmittelbar aufzubringen. Ebenso ist es für eine Gemeinde allein oft nicht leicht, stetig steigenden Standards Rechnung zu tragen.
Abwasser mit Rosenheim geklärt
Erst 2015 hat Großkarolinenfeld – auch aufgrund der aufgelassenen Kläranlage in Tattenhausen – die Abwasserentsorgung mit der Stadt Rosenheim vertraglich um weitere 3500 Einwohnergleichwerte erweitert. Es bestehen zu den Städten Bad Aibling und Rosenheim auch außerhalb der vertraglichen Bindungen sehr konstruktive und von gegenseitigem Vertrauen getragene Beziehungen, so Fessler.khe