Leserbrief an die Redaktion

Bestürzung über Austritt aus der KFD

von Redaktion

Zum Bericht „Wir haben den Verband nie gebraucht“, erschienen im Lokalteil:

Mit Bestürzung habe ich den Bericht gelesen, dass die Samerberger Mitglieder der Frauengemeinschaft dem Dachverband der KFD den Rücken kehren und ausgetreten sind. Geschockt hat mich dann die Begründung, der Beitrag von 24 Euro sei zu hoch und nur vier Euro bleiben davon der Ortsgruppe.

Die Überschrift „Wir haben den Verband nie gebraucht“ klingt hämisch. In unserem reichen Deutschland wären wir ohne unsere kirchlichen Sozialverbände wie die KFD, den KAB oder auch die Kolpingsfamilie auf verlorenem Posten. Nur die Sozialverbände sind es, die sich in der großen Politik für die Menschen einsetzen und speziell die KFD für die Frauen in Deutschland.

Ich denke da nur an die vielen Gesetze und Regelungen wie Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft, Rente für Mütter, Anerkennung der Erziehungszeiten, gleicher Lohn für gleiche Arbeit für die Frauen, Kindergeld, arbeitsfreier Sonntag, Stellenwert der Frau in der Kirche und vieles mehr. Dies alles geht halt nur mit einem organisierten Verband auf Bundesebene.

Das die Gemeinschaft vor Ort wichtig ist und auch vor Ort Veranstaltungen stattfinden, deren Erlös für karitative Zwecke gespendet wird, ist in den katholischen Verbände normal und selbstverständlich.

Man muss dies mal so betrachten: Der Verband der KFD braucht die Frauengemeinschaften vor Ort als Stimme der Frauen in der Gesellschaft, in der Arbeitswelt und auch in der Kirche. Diese Stimme muss stark und laut sein, es ist jedes einzelne Mitglied daher immens wichtig. Nur ein starker Sozialverband kann in der großen Politik mitreden und sich einbringen – das ist halt nun mal so.

Alfred Hilscher

Vorsitzender des

Dekanatsrats Inntal

Raubling

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