Waren Sie überrascht von dem Untersuchungsergebnis?
Die Überraschung war eigentlich nicht groß. Anhand veröffentlichter Daten anderer Gemeinden kann man ja Vergleiche ziehen. Aufgaben und Verantwortlichkeiten haben sich geändert und mehrere Personaländerungen stehen aufgrund Eintritt in den Ruhestand an. Da aber immer die Gefahr besteht die eigene Verwaltung subjektiv zu betrachten wollten wir eine schonungslose objektive Betrachtung von unbeteiligten Dritten. Das Ergebnis soll in unsere Überlegungen für eine Neuausrichtung der Verwaltung einfließen. Derzeit sind zu viele Aufgaben auf eine Person, Geschäftsstellenleiter, konzentriert. Sein Ausfall wäre für die Verwaltung dramatisch.
Der Personalmehrbedarf im Bauhof hat mich schon überrascht, diesen hatte ich so nicht erwartet. Die Ausstattung und Arbeit wurde durchwegs für gut befunden. Insbesondere die Nachweisführung für durchgeführte Kontrollen und die Kontrollen von Spielplätzen, Straßen, Bäumen usw. stellen einen erheblichen Mehraufwand an Verwaltungstätigkeit im Bauhofbereich dar, der durch eine neue Kraft abgedeckt werden soll. Dies wird aber notwendig sein, um die gesetzlich geforderten Sicherheitsstandards einhalten zu können.
Was wird sich für den Bürger ändern? Gibt es künftig spürbare Verbesserungen?
Der Bürger wird von diesen Änderungen wenig bis nichts mitbekommen. Wir haben bereits jetzt überdurchschnittlich viele Öffnungszeiten in der Verwaltung. Zudem können diese Änderungen nur über einen mehrjähren Zeitraum umgesetzt werden. Ob dies noch alles in meiner Amtszeit geschieht, wage ich zu bezweifeln.
Verbesserungen für den Bürger sind sehr wohl damit verbunden. Unter anderem werden Formulare über Internet abrufbar sein, Bebauungspläne und deren Änderungen im Internet einsehbar sein sowie der Flächennutzungsplan. Es wird also nicht immer der Gang zur Gemeinde notwendig sein, sondern viel von zu Hause aus erledigt werden können.
Auf welche Neuerung freuen Sie sich am meisten?
Vorausgesetzt der Gemeinderat stimmt diesen Änderungen, insbesondere dem kostenträchtigen Personalaufbau zu, wird künftig hoffentlich wieder mehr Zeit sein, sich umfassender mit einzelnen Angelegenheiten zu befassen. Dadurch entsteht auch wieder mehr Gestaltungsspielraum, Stichwort agieren statt reagieren. Interview Petra Maier