Frasdorf – „Genau heute vor 75 Jahren wurde die sechste Armee im Kessel von Stalingrad eingeschlossen. Offizielle Stellen gehen heute davon aus, dass etwa 200000 Mann in Gefangenschaft geraten sind, rund 6000 kamen nach langen Jahren zurück“, erinnerte der Vorsitzende des Veteranen- und Kriegervereins Wildenwart, Heinrich Rehberg, am Volkstrauertag an der Wildenwarter Kriegergedächtniskapelle. „Das Dorf hat ein langes Gedächtnis und erinnert sich auch heute noch an die Gefallenen und Vermissten der beiden großen Kriege“, so Rehberg weiter. „An allen Gedenktagen erinnern wir über unsere eigenen Toten hinaus auch an die Opfer anderer Völker und die der einstigen Kriegsgegner, über die Gräber hinweg sind im Tode alle gleich.“
„Wir gedenken der Menschen, die vor über 70 Jahren aus ihrer Heimat vertrieben wurden, – so wie auch heute Frauen, Kinder und Männer hierher kommen. Und sie suchten Schutz und Unterkunft – so wie es Männer, Frauen und Kinder auch heute tun“, mahnte Priens Bürgermeister Jürgen Seifert am Wildenwarter Kriegerdenkmal in Prutdorf Menschlichkeit an. Zum Abschluss der Feierstunde am Kriegerdenkmal legten Seifert und Rehberg Kränze für die Opfer der Kriege und Gewalt, von Flucht und Vertreibung nieder. reh