Erstes Dorfgespräch in Schonstett

Kennenlernen und Aufwärmen

von Redaktion

Was gefällt mir in Schonstett und was könnte man verbessern? Um diese und weitere Fragen drehte sich das erste Dorfgespräch in der Gemeinde.

Schonstett – Die Idee hinter den Schonstetter Dorfgesprächen: „Miteinander reden baut Ängste und Vorbehalte ab, erst dann wird der Mensch gegenüber sichtbar“, fasst Katharina Gruber-Trenker, Organisatorin des Dorfgesprächs, den Sinn der Veranstaltung in der Mehrzweckhalle zusammen. „Gerade habe ich das Gefühl, die Dorfgemeinschaft bröselt bisserl auseinander. Das dürfen wir nicht zulassen. Es geht darum, Defizite und Potenziale herauszufinden und miteinander ins Gespräch zu kommen.“

Bereits in der vorausgegangenen Bürgerversammlung rückte der Kerngedanke Dorfgemeinschaft in den Mittelpunkt der Wünsche und Anliegen der Bürger. Ein zentrales Gebäude für Feste und Veranstaltungen würde Schonstett abgehen, lautete der allgemeine Tonus. Bürgermeister Josef Fink verwies daraufhin auf das Dorfgespräch im Anschluss, bei dem die Gemeinschaft der Bürger im Ort im Fokus stand.

Moderatoren der Diskussion waren Florian Wenzel aus Halfing und Dr. Christian Boeser-Schnebel von der Universität Augsburg. In einem ersten Schritt sollten die Schonstetter herausfinden, wo sie ihren Platz in der Gemeinde sehen. Stehe ich eher am Ortsrand oder voll integriert in der Dorfmitte? Wer kennt seine Mitbürger genau und wen kennt man nur flüchtig vom Sehen? Fühle ich mich als Neubürger willkommen?

Als Neubürger willkommen?

„Fühlen Sie sich wohl in Schonstett?“, wollte Florian Wenzel von den Bürgern wissen. „Ich wohne seit fünf Jahren hier und fühle mich, als sei ich noch nicht ganz angekommen“, gab eine junge Bürgerin zu. Dagegen stand die Aussage eines Schonstetters: „Ich kann das nicht unterstreichen. Seit zehn Jahren bin ich in Schonstett und bin super aufgenommen worden. Ich fühle mich hier sauwohl.“

Ein „Urschonstetter“ erklärte, er sei hier aufgewachsen und Schonstett „basst!“ Ein „Zuagroaster“ war der Meinung, nach rund zehn Jahren sei er „wunderbar integriert“. Schonstett mache es einem leicht, Fuß zu fassen.

Verschiedene Ansichten verschiedener Bürger – und doch sind alle eine Gemeinschaft. Genau das ist es, auf das das Dorfgespräch abziele. „Am schlimmsten sind doch die ‚Gartenzaun-Bürger‘, die sich für nichts außerhalb ihres Heims interessieren. Das verursacht Vorurteile, Distanz und Aneinandervorbeireden“, konstatierte Moderator Florian Wenzel. „Miteinander reden hingegen schafft Nähe, Verständnis für den anderen und einen neuen Blick auf die Dinge.“

Im Anschluss sollten die Schonstetter über Potenzial und Defizite ihrer Gemeinde diskutieren und ihre Ideen auf Tafeln festhalten. Die Ergebnisse des Brainstormings im Überblick.

Heute ist das

nächste Treffen

Der erste Dorfgesprächs-Abend soll, so Moderator Dr. Christian Boeser-Schnebel, ein „erstes Kennenlernen und Aufwärmen sein“. An den beiden weiteren Abenden wird es konkret um die Entwicklung Schonstetts gehen. Am heutigen Mittwoch dreht sich alles um das Thema „Meine Werte – Deine Werte – Sagt mal, wer seid Ihr denn eigentlich?“. Und am Mittwoch, 13. Dezember, geht es um frische Ideen und neue Wege unter dem Motto „Sagt mal, was haltet Ihr eigentlich davon?“. Veranstaltungsort ist der Speisesaal im Caritasheim Schonstett. Beginn der Veranstaltungen ist um 19 Uhr.

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