Musikkapelle Rohrdorf

Herbstkonzert mit Dirigentenwechsel

von Redaktion

Rohrdorf – Zum letzten Mal hat Michael Morgott das Herbstkonzert der Musikkapelle Rohrdorf geleitet. Nach 15 Jahren als musikalischer Leiter übergab er bei dieser festlichen Gelegenheit den Dirigentenstab an Christoph Danner. Mit ihrem facettenreichen Spiel haben die 65 Musikanten die rund 500 Zuhörer in der Rohrdorfer Turner-Hölzl-Halle restlos begeistert.

Strahlende Fanfarenklänge vom Trompeten-Register eröffneten den ersten Teil des Konzertes, der ein letztes Mal unter der musikalischen Leitung von Michael Morgott stand. So versprühten sie gleich mit der ersten Komposition „The Olympic Spirit“ von John Williams eine gewisse olympische Atmosphäre.

Eine Herausforderung für ein Blasorchester stellt ebenfalls das Stück „Da Vincian Visions“ von Larry Clark dar. Es wurde von der Kapelle hervorragend gemeistert. Auf einen March aus der Englisch Folk Song Suite folgte ‚Cats‘ von Andrew Lloyd Webber. Dann war es so weit: Eine Ära ging zu Ende. In seiner Laudatio ging Albert Schiller vor allem auf den Menschen Michael Morgott und das Wirken als Ersten Dirigenten der Musikkapelle Rohrdorf ein.

Das Publikum erhob sich zum Abschied

Er hielt Rückblick auf das Wirken von „unserem Miche“ in den letzten 15 Jahren an der musikalischen Spitze der Kapelle. Nach der sehr emotionalen Verabschiedung richtete der sichtlich gerührte Michael Morgott seine letzten Worte als Dirigent an die Zuhörer sowie „Seine Musi“ und dirigierte im Anschluss dann sein letztes Stück, „Le Mont Saint Michel“. Die Zuhörer sowie die Musikkapelle verabschiedeten Michael Morgott mit minutenlangem Applaus und erhoben sich von ihren Plätzen.

Nach der Pause übernahm der neue musikalische Leiter Christoph Danner als zukünftiger Dirigent der Musikkapelle Rohrdorf den Taktstock und gab einen souveränen und bestens gelungenen Einstand mit dem Stück „Transcendent Journey“, einer eindrucksvollen Ouvertüre, die ganz in der Tradition großer Filmmusiken steht.

Weiter ging es mit der „Second Suite for Band“, komponiert von Alfred Reed in vier Sätzen. Mit dem St. Louis Blues Marsch, der als einer der ersten Blues auch als Pop-Song Erfolg hatte, ging es auf die Zielgerade des diesjährigen Konzertes.

Das Stück „Wonderful Town“ von Leonard Bernstein, das die Zuhörer in die niemals schlafende und quirlige Stadt New York führte, beendete dann den offiziellen Teil.

Eine weitere Verabschiedung stand an diesem Konzertabend an. Altbürgermeister Fritz Tischner ging in den Ruhestand als Konzertansager. Auch ihm galt ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für seine inhaltlich gelungenen und wortwitzigen unterhaltsamen Moderationen.

Nach dem verdienten Applaus für ein außergewöhnliches Konzert setzte die Musikkapelle mit den Zugaben „Can´t help falling in Love“ von Elvis Presley sowie dem „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik einen fulminanten Schlusspunkt.

(Bericht über die Ehrungen an diesem Abend folgt.)re

Artikel 11 von 11