Neue Perspektive

Aufatmen bei der Englisch-Spielgruppe

von Redaktion

Seit Kurzem steht fest: Die Kinder der Englisch-Spielgruppe in Obing können weiter in den gewohnten Räumen bleiben und hier Zuwachs bekommen.

Obing – Da der Verein im letzten Jahr von den Vermietern über deren Eigenbedarf informiert worden war, begannen Vorstände und Mitglieder ein neues Zuhause für die Spielgruppen zu suchen. Bürger und Gemeinde hatten Vorschläge für mögliche Räumlichkeiten. „Die beste Lösung“, so Vorsitzende Inge Hiller, „ist jetzt, dass wir unser Häuschen weiter nutzen können“. Nicht nur die Vorstandschaft, auch die Kinder, Leitungen und Eltern sind erleichtert. Aufgrund der Nachfrage ist zusätzlich zu den bestehenden Gruppen am Freitagspätnachmittag eine Englisch-Konversationsgruppe für Kinder ab zehn Jahren und separat eine für Jugendliche geplant. Für Fragen steht Inge Hiller, Telefon 08624/ 964, zur Verfügung.

2010, drei Jahre nach der Vereinsgründung, zogen fünf Gruppen mit über 20 Kindern in der Sunthaimerstraße 11 ein, und schnell wurde das kleine Haus durch viele helfende Hände zu einem Kinderparadies: Ein ehemaliges Kinderzimmer wurde in eine bunte Küche umgewandelt, die Wände farbig gestaltet, Böden wurden dank einer Spende isoliert und weich ausgelegt, ein Pelletsofen lieferte Wärme und an die Fassade am Eingang wurde ein großer Regenbogen gezaubert. Und es gab Nachbarn, die sich der Verein nur wünschen konnte. Viele von ihnen kommen seit sieben Jahren regelmäßig zu Festlichkeiten. In der letzten Zeit war über den Zaun schon das ein oder andere Mal zu hören: „Wir werden euch vermissen.“

Mit der neuen Perspektive auf die gewohnten Sicherheiten können zusätzliche Kinder aufgenommen werden. Je nach Alter, von eineinhalb bis elf Jahren, finden vormittags und nachmittags Gruppen statt, begleitet von professionellen Leitungen, die mit den Kindern überwiegend englisch sprechen. Auf dem Programm steht, was Spaß macht: malen, basteln, backen, musizieren, Äpfel und Beeren sammeln, im Sommer zum nahegelegenen Wald und im Winter zum Schlittenberg gehen. Dabei gilt immer: „Jeder kann, keiner muss“, denn im Vordergrund stehen die Neigungen und Interessen der Kinder. Dadurch wachsen Motivation und Begeisterung – der beste Nährboden, um Erfahrungen zu sammeln, Neues aufzunehmen und es automatisch im Gedächtnis zu verankern. Das Eintauchen in die andere Sprache geschieht dann wie von selbst.

Die Teilnahme soll allen Familien möglich sein, „die Monatsbeiträge sind so gering wie möglich angesetzt“, sagt Inge Hiller. Finanziell getragen wird der Verein durch zusätzliche Aktionen wie die Beteiligung bei Märkten. Zu den Besonderheiten, die die Englisch-Spielgruppe auf die Beine gestellt hat, zählen der gut etablierte, zweimal jährlich stattfindende Gebrauchtkleider- und Spielzeugmarkt, die Ferienbetreuung im Sommer sowie die Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund und dem Sozialstützpunkt in Trostberg. Unterstützung durch regionale Firmen, Vereine und Privatpersonen stärken den Verein zusätzlich. re

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