Kiefersfelden – In den Morgenstunden stoppten Bundespolizisten bei Kiefersfelden einen Wagen mit litauischen Kennzeichen. Bei der Kontrolle des russischen Fahrers stellte sich heraus, dass er mit Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Görlitz gesucht wird. Im Sommer war der 27-Jährige wegen Einschleusens von Ausländern zu einer Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro verurteilt worden.
Diese hatte er bisher jedoch nicht gezahlt. Bei seiner Festnahme konnte der Russe zwar den geforderten Betrag aufbringen, trotzdem führte sein Weg ins Gefängnis.
Recht auf Einreise
entzogen
Dem verurteilten Schleuser war nämlich das Recht auf Einreise und Aufenthalt für die Bundesrepublik entzogen worden. Da er dennoch versucht hatte, wieder ins Land zu gelangen, verhängte der Richter im beschleunigten Verfahren eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro. Hierfür reichten die Barmittel des russischen Staatsangehörigen allerdings nicht. Daher wird er ersatzweise 150 Tage in der Justizvollzugsanstalt Gablingen verbringen müssen.
Auch für einen Rumänen, der ebenfalls in die Grenzkontrollstelle auf der A93 gelotst worden war, ging es hinter Gitter. Bei der Überprüfung seiner Personalien fanden die Beamten heraus, dass der 54-Jährige im Jahr 2016 vom Amtsgericht Bruchsal in Baden-Württemberg wegen Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden war. Nachdem der Verurteilte einen Großteil seiner Strafe verbüßt hatte, war er im Frühjahr dieses Jahres in sein Heimatland abgeschoben worden.
161 Tage
ins Gefängnis
Aufgrund seiner unerlaubten Wiedereinreise in die Bundesrepublik steht dem Mann nun ein Gefängnisaufenthalt von 161 Tagen bevor. Bundespolizisten brachten ihn in die Haftanstalt nach Bernau. re