Riedering – Einen nicht alltäglichen Geburtstag, nämlich den 100., feierte Mechthild Mußer aus Riedering. Und es war eine bunte Schar von Tochter mit Mann, Enkeln und Urenkeln, die Riederings Bürgermeister Josef Häusler und die stellvertretende Landrätin und Zweite Bürgermeisterin, Marianne Loferer, beim Gratulationsbesuch antrafen.
Die Jubilarin, eine geborene Schuster, wurde in Obermühl in der damaligen Gemeinde Pietzing, als drittes von zehn Geschwistern geboren. Schon früh musste sie den Haushalt der Familie übernehmen, da ihre Mutter als Schneiderin viel auf Stör unterwegs war, also zu den Familien ins Haus kam.
1941 heiratete Mechthild Schuster den Bundesbahnbediensteten Friedrich Mußer, mit dem sie fast 50 Jahre verheiratet war. Da ihre Eltern schon frühzeitig verstorben waren, musste sie jungverheiratet drei minderjährige Brüder in ihrer Familie aufnehmen. Später kam noch ein Pflegesohn dazu, und eine eigene Tochter wurde geboren.
Der Zweite Weltkrieg war eine schwere Zeit für die heute 100-Jährige; zwei ihrer Brüder fielen. 1952 bauten Friedrich und Mechthild Mußer ein Eigenheim. Zwei Enkeltöchter und vier Urenkel, die sie liebevoll „Omal“ nennen, wurden im Laufe der Jahre geboren.
Für Hobbys blieb ihr keine Zeit, aber sie pflegte ihren Garten mit vielen Blumen. Heute genießt sie ihre Tage, umsorgt von Tochter und Schwiegersohn sowie einer Enkelin mit zwei Urenkeln, im Vier-Generationenhaus.
Noch heute macht Mechthild Mußer täglich ein Puzzle sowie ein paar Kreuzworträtsel. Und die Zeitung kann sie noch ohne Brille lesen.ni