Aschau – „Expedition Hoiz“ nennen Malerin Elvira Schmidt und Holzbildhauer Mathias Schneider ihre erste gemeinsame Kunstausstellung im Rathaus von Aschau. Mittlerweile sind die beiden nach Rosenheim, Schnaitsee und München an der vierten Station und somit am vierten Ausstellungsort angekommen.
„Wir teilen beide die Leidenschaft am Werkstoff Holz und legen beide künstlerisch ,Hand aufs Hoiz‘. Wir entdecken verborgene Welten in heimischen Hölzern und Holzfundstücken, ganz egal ob handfest und nachhaltig oder poetisch und manchmal ein wenig skurril“, so die beiden bei der Vernissage zur Ausstellung im Foyer des Rathauses.
Holz verbindet die beiden: Elvira Schmidt bewahrt Holz, das sonst weggeworfen oder verheizt worden wäre, vor der Vernichtung und führt es durch Umgestaltung einer neuen Verwendung zu. So werden aus alten Schranktüren, aus verwurmten Truhendeckeln und klapprigen Fensterläden durch Farben, Klebstoff und Ausrisse aus alten Büchern ganz neue Kunstobjekte. Astlöcher, Wurmgänge und Risse im Holz werden ins Geschehen eingearbeitet und geben, zusammen mit den Farben, ganz neue fantasievolle Bilder.
Bildhauer Mathias Schneider nennt sich „einen Bildhauer mit Freude“. Er arbeitet an freien Skulpturen. Dabei verwendet er vorzugsweise einheimische Holzarten. Es gäbe nur wenige heimische Baumarten, die er nicht für seine Arbeiten nutze. Die Größen seiner Werke reichen vom „spannenlangen Hansel“ bis zur Vier-Meter-Vollholzplastik. Bereits vor fünf Jahren zeigte Mathias Schneider seine Werke im Aschauer Rathaus.
Die Ausstellung „Expedition Hoiz“ ist ab sofort bis Freitag, 20. April, während der üblichen Öffnungszeiten in den Räumen des Rathauses der Gemeinde Aschau zu sehen. reh