Aschau – Mit einer Gegenstimme beschloss der Aschauer Gemeinderat jetzt, dass sich die Gemeinde auch in den kommenden Jahren am Betrieb der Buslinie vom Chiemsee über Aschau, Sachrang, Sebi und Niederndorf bis nach Oberaudorf beteiligen wird.
Noch keine
genauen Zahlen
Erstmals wurde im vergangenen Sommer die bestehende Buslinie von Bernau nach Sachrang bis nach Oberaudorf erweitert. Inhaber einer Gästekarte konnten damit kostenlos von Oberaudorf zum Chiemsee nach Bernau-Felden fahren. Diese Verlängerung der Strecke wurde neben den beteiligten Gemeinden auch durch den Landkreis Rosenheim und Tirol gefördert.
Aussagekräftige Zahlen über die Nutzung der Strecke 2017 liegen bisher nicht vor. Alle Beteiligten waren sich einig darüber, dass es sinnvoll sei, die Verbindung auch in der Sommersaison 2018 wieder anzubieten, da so ein neues Projekt innerhalb eines Jahres keine verlässlichen Aussagen zulasse.
Die Kosten der zusätzlichen Strecke werden derzeit mit 40000 Euro angegeben, eine Zusage des Landratsamtes Rosenheim über 15000 Euro liegt bereits vor und auch die Landeshauptmannstellvertreterin von Tirol, Ingrid Felipe, hat ihre Unterstützung zugesagt. Für die Gemeinde Aschau fällt eine jährliche Unterstützung mit 5000 Euro an.
Winterbetrieb einbeziehen
Zusätzlich wird für eine bessere Bewerbung die Beteiligung an einem Euregio-Kleinprojekt mit den Partnern Kufsteinerland, Bernau und Oberaudorf angestrebt. Die Gemeinderatsmitglieder regten in der Diskussion an, auch den Winterbetrieb mit einzubeziehen und über eine Ausdehnung des Busangebotes konkret nachzudenken.
Eine Anbindung der Loipen im Oberen Priental um Sachrang sowie der Kufsteiner und Oberaudorfer Skigebiete über die Buslinie an die Chiemgaubahn und die Eisenbahnstrecke München- Salzburg könnte für Skifahrer besonders interessant werden. reh