Bad Endorf – Die Bürgermedaille der Marktgemeinde Bad Endorf wird als Zeichen der ehrenden Anerkennung für herausragendes soziales ehrenamtliches Wirken verliehen. August Fürst wurde im Rahmen der Jahresabschlussfeier jetzt mit dieser hohen Auszeichnung geehrt. Das engagierte Ehepaar Mrazek erhielt für sein „herausragendes kulturelles Engagement“ zudem die Ehrennadel.
„Mit der Bürgermedaille zeichnen wir Persönlichkeiten aus, die unser Gemeindeleben über eine lange Zeit hinweg maßgeblich zum Positiven hin geprägt und gestaltet haben“, sagte Bad Endorfs Bürgermeisterin Doris Laban jetzt bei der Feierstunde. „Eine solche Persönlichkeit ist August Fürst. Er hat sich mit seinem Wirken in und um Bad Endorf verdient gemacht.“
„Eine Gemeinde, ein Zusammenleben in einer Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn es Menschen gibt, die mehr tun als das Notwendige. Gerade im sozialen Bereich braucht es Engagierte, die sich für die Schwachen, die Kranken einsetzen und denen unter die Arme greifen, die den Alltag aus eigener Kraft nicht alleine bewältigen können“, sagte Laban bei ihrer Laudatio. „Ein solcher Mensch war und ist August Fürst. Seit 52 Jahren ist er aktives Mitgliede des Roten Kreuzes, für das er lange Jahre im Rettungsdienst tätig war. Dabei ging sein Engagement über den rein medizinischen Hilfedienst hinaus.“
Den Kostenrahmen immer im Blick
Fürst war beim Bau des Rotkreuz- und Vereinsheims die treibende Kraft, der neben dem Zeit- auch den Kostenrahmen immer im Blick behielt. Dank seiner Aufsicht konnten Fehlplanungen noch rechtzeitig korrigiert werden und der Bau zügig abgeschlossen werden. Daneben rief er den mittlerweile über die Gemeindegrenzen bekannten Flohmarkt zur Mittelbeschaffung ins Leben.
Auch in der Jugendarbeit engagierte sich Fürst aktiv – er war Gründungsmitglied des Jugendrotkreuzes Bad Endorf und ermöglichte so vielen Kindern und Jugendlichen das Engagement an ihren Mitmenschen. Für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement erhielt August Fürst bereits das Ehrenzeichen am Band in Gold des Freistaats Bayern, das Ehrenzeichen in Gold des Deutschen Roten Kreuz und die Henry Dunant-Medaille.
„Wenn ich Ihr Engagement für das Rote Kreuz und damit für Ihre Mitbürger sehe, dann sehe ich einen Menschen, der nicht nur sich und sein eigenes persönliches Wohlergehen im Sinn hatte. Neben der beruflichen Tätigkeit und Familie haben Sie Ihre Zeit und Ihr Engagement dem Bayerischen Roten Kreuz gewidmet. Dank Ihrer Tatkraft, Ihrem Elan und Ihrer Weitsicht konnte sich der Ortsverband Bad Endorf zu dieser starken Gemeinschaft entwickeln, die Sie heute ist“, lobte die Bürgermeisterin den engagierten Endorfer.
Neun Jahre war Heidi Mrazek, als Gardetänzerin aktiv, zwölf Jahre lang trainierte sie als Showtrainerin und 16 Jahre als Marschtrainerin die Mädchen und spornte sie dabei zu Höchstleistungen an. Zudem fungierten sie 17 Jahre als Betreuerin verschiedener Gruppen in der Faschingsgilde. Dieses Engagement wurde vom Bund Deutscher Karneval mit dem Verdienstorden in Gold ausgezeichnet.
Auch Günter Mrazek, hat den Endorfer Fasching als Funktionär 30 Jahre lang entscheidend mitgestaltet – 18 Jahre als Kassier und zwölf Jahre als Präsident der Endorfer Faschingsgilde. Für dieses Lebenswerk erhielt er den oberbayerischen Verdienstorden.
„Mit dem Fasching verbinden die meisten von uns in erster Linie Spaß und Gaudi. Unbeschwerte Tage, in denen man auch mal in eine andere Rolle, in ein ausgefallenes Kostüm schlüpfen kann und den Alltag vergisst“ sagte die Bürgermeisterin bei der Ehrung. „Doch Fasching heißt in der Gilde vor allem Arbeit, Fleiß und Training. Viele Monate müssen Choreografien einstudiert und Tanzschritte geprobt werden. Und auch abseits des Tanzparketts hat Fasching hauptsächlich etwas mit Organisation zu tun, damit an den närrischen Tagen auch wirklich alles reibungslos klappt.“
„Das Ehepaar Mrazek, hat seine Leidenschaft, sein Engagement und seine Tatkraft über Jahrzehnte für die Endorfer Faschingsgilde eingebracht. Die Endorfer Karnevalisten sind weit über die Gemeinde hinweg für ihre Garde und die Showtanzgruppe bekannt – und auch der jährliche Faschingszug zieht immer wieder Gäste aus nah und fern in unsere Marktgemeinde an. Dieser hervorragende Ruf unserer Faschingsgilde trägt auch die Handschrift der Eheleute Mrazek“, lobte Laban das engagierte Ehepaar.
„Für Mrazeks ist und war der Fasching über Jahrzehnte nicht nur eine besondere Jahreszeit – die ganze Leidenschaft galt dem närrischen Treiben in der Marktgemeinde“, so die Bürgermeisterin. Für ihr ehrenamtliches Wirken, ihr engagiertes Arbeiten, das weit mehr als über das übliche Maß hinausgeht, dankte sie dem Paar und überreichte die Ehrennadel der Marktgemeinde Bad Endorf.