Söchtenau – Der kleine Weiler Hafendorf in der Gemeinde Söchtenau ist der vielseitigen Künstlerin Antje Tesche-Mentzen ans Herz gewachsen. Ihr großes Talent und ihre ungebrochene Schaffenskraft bewies die Malerin, Bildhauerin und Musikerin auch heuer wieder bei verschiedenen Veranstaltungen in ihrer Wahlheimat: Im März dieses Jahres wurde eine Ausstellung in Schwabering mit ihren Werken und weiteren Ausstellungsobjekten heimischer Künstler zu einem viel besuchten Erfolg. Der Vorsitzende des Schwaberinger Pfarrgemeinderats, Kurt Kantner, eröffnete die Kunstausstellung und erklärte: „Ich glaube, jeder ist überrascht von der Qualität und Vielfalt der Ausstellungsstücke“. Er würdigte die Leistungen der Initiatoren, Renate Schmidmayer, die die Idee gehabt hatte, Pfarrsekretärin Hildegard Demmel und Marianne Seubert vom Pfarrgemeinderat und den vielen Helfern.
„Kunst, das ist eine Mischung von Geist und Handwerk.“
Antje Tesche-Mentzen
Aussteller waren ausschließlich Künstler und Hobby-Künstler aus der Pfarrei Schwabering aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur, Keramik/Porzellan und Trachtenarbeiten, Goldstickereien und Klosterarbeiten. Die musikalische Leitung hatten Professor Dr. Wilhelm Maier, Felix Spreng. Elisabeth Freiberger und Renate Schmidmayer.
Auch Antje Tesche-Mentzen stellte bei dieser Gelegenheit aus. Sie war sich als ausgebildete Künstlerin nicht zu schade, sich mit heimischen Hobby-Künstlern in einer Ausstellung zu präsentieren. Starallüren sind ihr fremd, obwohl sie ihre Werke schon in der ganzen Welt, etwa in New York, Paris und Venedig, und zahlreichen deutschen Orten, ausgestellt hat. Von ihr stammt das Zitat „Kunst, das ist eine Mischung von Geist und Handwerk“.
In ihrem Atelier in Hafendorf, in dem sie mit ihrem Mann seit 1990 lebt, finden auch die über die Grenzen des Landkreises Rosenheim hinaus bekannten Atelierkonzerte mit klassischer Musik statt.
Anlässlich des Atelierkonzerts im Rahmen der Festspiele Immling gastierte heuer das Klavierduo Tal und Groethuysen (wir berichteten) in Hafendorf. Im Festspielhaus in Immling feierte die Oper „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck Premiere – passend dazu beziehen sich die neuesten Schöpfungen von Tesche-Mentzen auf die mythologische Erzählung über Orpheus und Eurydike.
Die 1943 in Kiel geborene Antje Tesche-Mentzen ist eine deutsche Malerin und Bildhauerin, die weit über die Grenzen von Hafendorf hinaus bekannt ist und deren Werke auf der ganzen Welt Beachtung finden. Sie war schon in jungen Jahren äußerst vielseitig und studierte Malerei, Ballett und Gesang.
Von Kiel kam sie nach München und seit 1973 arbeitet sie in Werkstätten in München und Venedig. Seit 1990 lebt sie mit ihrem Mann wechselweise mal in München, mal in einem 600 Jahre alten Bauernhaus in Hafendorf.
Jüngstes Werk:
Bronzeskulptur
„Das Rad der Fortuna“
Seit 1973 hat sie eine eigene Werkstatt in München und Venedig, ab 1982 kreiert sie lebensgroße Skulpturen in Keramik und Bronze. Zahlreich sind die Auszeichnungen, die sie erhielt. Ausgestellt wurden ihre Werke in ganz Deutschland, in New York, Florenz und Venedig. Ihr jüngstes vollendetes Werk ist die 3,5 Meter große Bronzeskulptur „Das Rad der Fortuna“. Das Werk wurde im Juli dieses Jahres unter großem Zuschauerinteresse in einem feierlichen Akt im Anwesen der Carl-Orff-Stiftung in Dießen am Ammersee eingeweiht.