Obing – Die bisher schon genehmigte abzubauende Fläche soll dabei gleichbleiben, jedoch soll nun um sieben Meter tiefer gegraben werden. Nach einem hydrogeologischen Gutachten der Intergeo Augsburg würde die Sohle des Abbaus ziemlich genau zwei Meter über dem Grundwasserspiegel von rund 535 Metern über Normalnull liegen. Dies entspricht zwar gerade noch den rechtlichen Vorschriften, doch sollte nach Meinung der Gemeindeverwaltung zur Überprüfung der Genehmigungsfähigkeit des Antrags auf jeden Fall das Wasserwirtschaftsamt hinzugezogen werden.
Die Obinger Gemeinderatsmitglieder waren allerdings einhellig der Meinung, dass es ihre Verantwortung sei, ihre ablehnende Haltung vorab kundzutun. Gerade bei dem sensiblen Naturschutzgebiet Griessee-Brunnensee sollten die rechtlich vorgegebenen zwei Meter nicht bis zur Grenze des überhaupt Möglichen ausgereizt werden; schließlich komme ein Baggerlöffel schnell mal ein bisschen tiefer als ursprünglich vorgesehen.
Fachmann Korbinian Stettwieser hielt einen Abstand der Abbausohle von vier bis fünf Metern zum höchsten bisher gemessenen Grundwasserspiegel für geboten. Mehrere Gemeinderäte wiesen darauf hin, dass man ja das Ansteigen des Grundwasserspiegels erhoffe, um einen höheren Wasserstand in den Seen zu gewährleisten.
Bürgermeister Sepp Huber hielt die Ausweitung des Abbaus nach unten in dem beantragten Maße auch deshalb für problematisch, weil dann weitere Anfragen von Kiesgrubenbetreibern in dieser Richtung zu erwarten seien.
Dritter Bürgermeister Andreas Vorderhuber hielt zwar grundsätzlich eine Ausweitung des Abbaus nach unten für sinnvoll, weil dann nicht immer wieder neue Löcher in die Landschaft gegraben würden, schloss sich aber doch der Ablehnung des Antrags der Martini GmbH durch den Rat an.