Großkarolinenfeld – Begleitet von den Fanfarenklängen der Blaskapelle „Die Karolinenfelder“ unter Leitung von Karl Beinhofer zogen die Fahnenabordnungen der Vereine in die voll besetzte Max-Joseph-Halle ein. Dort begrüßte Fessler nach der ökumenischen Andacht mit Pfarrer Drago Curic von der katholischen Pfarrei und Annette Steinbauer von der evangelischen Kirchengemeinde die zahlreichen Besucher. Unter den Ehrengästen waren unter anderem die Zweite Bürgermeisterin Lilo Wallner, Dritter Bürgermeister Emil Maier, Altbürgermeister Günter Schramm, Ehrenbürger Heribert Greiner, die Träger der Bürgermedaille sowie Rektor Sven Friedel und seine Stellvertreterin Manuela Heimbeck.
Die große Teilnahme der Bevölkerung an diesem Abend zeige, dass von hier ein kraftvolles Signal der Gemeinsamkeit ausgehe, betonte das Gemeindeoberhaupt. „Während im Bund immer noch über die Groko oder Koko debattiert wird, haben wir in Großkarolinenfeld die Grokaro-ko schon über mehrere Jahre“, verdeutlichte Fessler in seiner Ansprache.
Allianz der Vernunft
weiterhin gefragt
„Wir hatten bei wichtigen Entscheidungen in unserem Gemeinderat über alle Fraktionen hinweg eine Allianz der Vernunft und der Verantwortung.“ So wurden gerade in der jüngsten Zeit bei wichtigen Angelegenheiten gute Entscheidungen getroffen. In diesem Zusammenhang erinnerte Fessler an die kurzfristig notwendigen Beschlüsse für die weiteren Planungen am Bahnhof und an die Schmutzwasserableitung von Tattenhausen nach Großkarolinenfeld und die damit verbundene Auflösung der dortigen Kläranlage. Fessler: „Chancen nutzen, die sich nur einmal bieten, ist der Tenor.“ Wie in der Vergangenheit, so auch in der Gegenwart, etwa wenn es um den Ausbau der Erschließungsstraßen und den Rathausneubau gehe, sei die Allianz der Vernunft und der Verantwortung gefragt. Hierbei seien auch die Mitarbeiter der Gemeinde gefordert.
Er freue sich mit diesem Team und der Allianz im Gemeinderat auch auf die nächsten Jahre, selbst wenn die anstehenden Maßnahmen nicht uneingeschränkt populär seien. Wenn im Rahmen des dringend notwendigen Rathausneubaus gleichzeitig das Ortszentrum neu gestaltet und aufgewertet wird, werde dies von der Bevölkerung mitgetragen.
Bei allen Maßnahmen stelle sich in der Gemeinderatsarbeit immer die Frage, inwieweit man die Verantwortung für das Ganze über die eigenen Befindlichkeiten stellen muss. Auch hier greife die Grokaro-ko. Die Zukunft zu wagen und dabei verantwortungsvoll den Blick für das Ganze zu wahren, das seien die Vorgaben für die nächsten Jahre.
Als großen Reichtum in der Gemeinde bezeichnete Fessler das Engagement der vielen Menschen, die sich in Vereinen, Kirchen und anderen Gemeinschaften engagieren und Verantwortung übernehmen. Vor diesem Hintergrund könne die Gemeinde mit Zuversicht ins Jahr 2018 blicken.
Für 33 Jahre als Fähnrich und 40 Jahre Mitgliedschaft bei der Feuerwehr Tattenhausen wurde beispielsweise Georg Hofmann gewürdigt. Zuvor hatte Fessler außerdem Schulsekretärin Christine Rothneiger und Konrektor Kai Hunklinger für die „super Arbeit“ an der Max-Josef-Schule gedankt.
Eine halbe Million Euro fest im Blick
Ein großes Anliegen war es dem Bürgermeister, die Leistungen der Vereine hervorzuheben, und dabei vor allem derjenigen, die die Kassen führen: Die fünf Geehrten verwalten jährlich knapp eine halbe Million Euro an Einnahmen und Ausgaben und sind insgesamt ein Jahrhundert lang als Kassier tätig: Seit 22 Jahren ist Gerda Zaißl Kassier beim Obst- und Gartenbauverein. Sabine Rudolph führt seit 15 Jahren die Kasse des Familienvereins mit einem Jahresumsatz von 150000 Euro. Willi Schmidbauer ist seit 16 Jahren Kassier des Wintersportvereins und Michael Strauß beim TuS Großkarolinenfeld. Bereits seit 31 Jahren hat Peter Feicht die Finanzen der Musikschule mit einem Jahresumsatz von 120000 Euro fest im Blick.