Stephanskirchen/Vogtareuth/Rosenheim/Bad Aibling/Bad Endorf/Rimsting – Natürlich wurden in der Studie jüngere Zeitgenossen befragt, aber vielleicht passt die eine oder andere Aussage ja auch auf „altgediente“ Ehepaare. Insgesamt wurden im Auftrag der Online-Partnervermittlung im Oktober/November 2017 in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Fittkau und Maaß 11868 erwachsene deutsche Internetnutzer, aber keine Elite-Partner-Mitglieder, interviewt. Das Ergebnis lässt aufhorchen.
Eine Aussage sticht gleich ins Auge: Paare, die gemeinsam kochen, haben mehr Sex! Mindestens einmal pro Woche, geben die befragten Köche an. Also, nichts wie ran an den Herd, meine Damen und Herren! Doch bevor nun falsche Vorstellungen in den Köpfen zu kreisen beginnen: „Kochen und Genießen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Beziehung“, sagen diese Kochlöffelschwinger. So wird das dann schnell relativiert.
Leider bleibt in der Studie unklar, wie die Arbeitsteilung in der Küche für den maximalen Erfolg auszusehen hat. Wer schnippelt das Gemüse? Wer deckt den Tisch? Wer räumt auf? Mit Blumen und Kerzen für romantische Seelen – also passend für den Valentinstag? Und was soll man überhaupt kochen? Rollbraten, Hack, oder doch lieber Sellerie mit Meeresfrüchten? Denen wird ja eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Und wer dann das Ganze mit Chili würzt, dem wird’s heiß – so oder so.
Die Küchen-Fertigkeiten der Redaktionsmitglieder sind laut Nachfrage der Heimatzeitung recht unterschiedlich ausgeprägt. Während der eine sich überhaupt nicht in der Küche blicken lässt, kocht der andere mit Begeisterung – und geht auch einkaufen. Ein Redaktionsmitglied sagt: „Ich werde ständig re-zertifiziert: Meine Domäne sind Kompost und Spülmaschine.“ Einig sind sich die allermeisten, dass „wir in der Küche gar nicht zusammenpassen.“ Das sagen sowohl weibliche wie männliche Redaktionsmitglieder. Da komme man sich nur recht schnell in die Haare.
Übrigens: Laut Studie können Versierte beim anderen Geschlecht mit ihren Kochkünsten punkten. 52 Prozent der Frauen und 55 Prozent der Männer finden es attraktiv, wenn er oder sie gut kochen kann. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 61 Prozent der Frauen und wieder 55 Prozent der Männer. Liebe scheint also tatsächlich durch den Magen zu gehen.
Es gibt aber auch die Kehrseite der Medaille. „Ich bin häufig genervt von den Ernährungstipps meines Partners.“ Das erklären immerhin zehn Prozent der Frauen und neun Prozent der Männer. Aber da geht es wahrscheinlich um „Möhrchen Nagen“. Zum „echten Problem“ wird es laut Studie, wenn der Partner seine Ernährung radikal umstellen würde, also beispielsweise Veganer wird. Für einen Fleischfan echt blöd! Also Vorsicht mit Vorschlägen!
In den meisten Beziehungen scheint es – wie bei Redaktionsmitgliedern – eher in „klassischen Bahnen“ zu verlaufen, was die Kocherei betrifft. 54 Prozent der Frauen geben an, dass sie in der Küche stehen, nur 26 Prozent der Männer „verirren“ sich dorthin. So sind die Machtverhältnisse nun einmal!
Richtig profitieren ehemalige männliche Singles von dieser Aufteilung. 36 Prozent der Männer geben an, dass sie gesünder essen, seit sie in einer Beziehung leben. Frauen sagen das weit weniger oft von sich – nur 17 Prozent.
Gleichzeitig fühlen sich Paare von einem sportlichen Partner unter Druck gesetzt. „Wenn mein Partner Sport macht, habe ich das Gefühl, dass ich auch Sport machen muss“: 32 Prozent der Frauen und 30 Prozent der Männer geben das an. Und dass die jeweils „bessere Hälfte“ mehr Sport machen sollte, das befürworten 31 Prozent des schwachen und 28 Prozent des starken Geschlechts. Also rund ein Drittel aller Befragten! Sport kann so zum echten Beziehungskiller werden – vor allem, wenn man die falschen Worte wählt. „Man muss das durch die Blume sagen“, gibt einer der Redakteure Tipps.
Da lobe ich mir doch die jüngeren Männer: Bei den unter 30-Jährigen stehen etwa gleich viele Frauen und Männer in der Küche. Ganze 34 (!) Prozent der Männer gehen ins Fitnessstudio, weil sie für ihre Partnerin toll aussehen wollen. Das nimmt dann mit den Jahren ab – laut Studie. Diesen Trend aus der Studie finden nun unsere „alten Hasen“ in der Redaktion geradezu empörend. Sport mache man für sich selbst oder für die Gesundheit oder zum Ausgleich. Schließlich „liebt mich meine Frau wegen meiner inneren Werte“, betont ein Mitglied.
Welches Fazit soll die Heimatzeitung nun aus der Studie ziehen? Am besten gemeinsam sporteln, gemeinsam kochen und gemeinsam lächeln. Zum Beispiel gleich heute – schließlich ist ja Valentinstag!