Nachgefragt bei Schützenkönigin Janina Frank (30)

„Es geht um Selbstbeherrschung“

von Redaktion

Aschau – Nahezu aus dem Stand zur Schützenkönigin: So ist es Janina Frank (30) aus Aschau gegangen, die sich Anfang Januar mit dem besten Treffer den Titel der Schützenkönigin der Feuerschützengesellschaft Hohenaschau 1607 (FSG) gesichert hatte (wir berichteten). Und das, obwohl die gelernte Tourismus-Kauffrau erst seit Herbst 2017 dort Mitglied ist und – ebenfalls 2017 – erst mit dem Schießsport angefangen hat. Wie sich der Titel für die zweifache Mutter anfühlt und was ihr an ihrem neuen Hobby besonderes gefällt, hat die 30-Jährige im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen verraten.

Schützenkönigin der Feuerschützengesellschaft Hohenaschau: Was ist das für ein Gefühl?

Ich habe mich sehr darüber gefreut, obwohl ich im ersten Moment natürlich recht überrascht war, da ich nicht damit gerechnet habe.

Sie haben erst vor wenigen Monaten mit dem Schießsport angefangen. War es ein reiner Glückstreffer – oder sind Sie einfach ein Naturtalent?

Da es sich beim Königsschuss um einen einzigen Schuss handelt, würde ich tatsächlich eher von einem Glückstreffer sprechen. Obwohl ich dank der guten Einweisung und der vielen Tipps und vielleicht ein bisschen Talent schon recht zufrieden bin mit meiner derzeitigen Leistung. Um mit meinen Vereinskollegen mithalten zu können, braucht es aber noch einiges an Training und Erfahrung.

Wieso sind Sie der FSG beigetreten? Was ist aus Ihrer Sicht das Faszinierende am Schießsport?

Ehrlich gesagt war es ein spontaner Entschluss, den Schießsport auszuprobieren. Und es hat mir auf Anhieb Spaß gemacht. Das Schießen ist für mich einfach ein guter Ausgleich zur Familie und zum Beruf. Am Schießstand ist die ganze Konzentration auf das Ziel gerichtet, das heißt die Kunst liegt darin, andere Gedanken und deine Umgebung auszublenden. Es geht also nicht um Kraft, sondern um Selbstbeherrschung.

Während die Mitglieder der Schützenvereine das Schießen als sportliche Betätigung lieben, gibt es auch immer wieder Stimmen, die den Umgang mit Waffen als Hobby kritisch beäugen. Was entgegnen Sie Kritikern?

Auch als Schützin bin ich gegenüber dem Umgang mit Waffen kritisch eingestellt. Die Erfahrung am Schießstand und im Verein zeigt allerdings, dass der sportliche Aspekt tatsächlich im Vordergrund steht und die Mitglieder mit dem nötigen Verantwortungsbewusstsein auftreten.

Interview: Mathias Weinzierl

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