Feuerwehr Kiefersfelden zieht Bilanz

Stürmisches Einsatzjahr

von Redaktion

Zahlreiche Sturmeinsätze haben die Feuerwehr in Kiefersfelden im vergangenen Jahr auf Trab gehalten. 31-mal mussten die Retter dabei ausrücken. Sonst sprach Kommandant aber von einem „insgesamt ruhigen Einsatzjahr“.

Kiefersfelden – Über die Hauptversammlung einer freiwilligen Feuerwehr zu berichten heißt, gute Taten zu dokumentieren und Engagement und Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder zu würdigen. So auch bei der Jahresversammlung der örtlichen „Floriansjünger“ beim Schaupenwirt.

Mit dem schon sprichwörtlichen Elan und der gewohnten Akribie zog der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Josef Pirchmoser, ein kurzes Resümee über das „volle Programm“ des zurückliegenden Vereinsjahrs, das geprägt war von Sitzungen, informativen Besuchen bei benachbarten Feuerwehren und auch Feierlichkeiten, wobei die sozialen und geselligen Aspekte nicht zu kurz kamen.

Kommandant Joachim Buchmann reflektierte dagegen ein „insgesamt ruhiges Einsatzjahr, aber es war trotzdem viel los“. Dabei bezog er sich auf die 105 Einsätze seiner 70 aktiven Mitstreiter in Blau, die sich zeitlich auf über 1150 Stunden summierten.

Vor allem die „Sturmeinsätze“ bildeten im vergangenen Jahr den Schwerpunkt der Arbeit der freiwilligen Feuerwehr. 31 Einsätze mussten hier gefahren werden, die sich auf mehr oder weniger nur drei Tage verteilten. Vor allem der „Nußlberg“ wurde von den Stürmen heimgesucht und die Beseitigung der Schäden und Sicherung des teils unwegsamen Geländes verlangte den Einsatzkräften viel ab.

Natürlich brannte es auch einige Male, wie beispielsweise in einem Getränke-Supermarkt und auch eine sich letztlich glücklicherweise als Fehlalarm herausgestellte Personensuche am Innufer belastete Körper und Geist der Feuerwehrler.

Daneben standen Übungen und Weiterbildung der Aktiven im Fokus, teilweise mit befreundeten Wehren auch aus Tirol und anderen Rettungsdiensten. „Vielseitig, hochwertig und flexibel in Einsatz, Übung und Weiterbildung“ ist die Kieferer Wehr, die nach Aussage ihres Kommandanten „bestens gerüstet ist für die vielseitigen Aufgaben“.

Freiwillig, unentgeltlich und teils nicht ungefährlich wurden im letzten Jahr 7750 Stunden für Gemeinde und Bürger an Übungs-, Einsatz- und Instandhaltungszeit aufgewendet, wobei sich auch im Einsatzjahr 2018 nicht allzu viel ändern sollte. Vor allem die „Mautproblematik“ in Österreich (wir berichteten) ist zu klären, „denn es kann nicht sein, dass wir in Österreich helfen und dafür auch noch zahlen müssen“.

Immer näher rückt der Neubau des Feuerwehrhauses an gleicher Stelle. Letzte Absprachen über das weitere Procedere sind aber noch von der Gemeinde zu führen. Als Baubeginn ist 2019 angedacht, Fertigstellung des Neubaus dann wohl in 2021, „rechtzeitig zu unserer 150-Jahr-Feier“, wie Buchmann anmerkte.

Besonders freute sich der Kommandant über den „fünffachen Neuzugang“ des letzten Jahres, nicht zuletzt das Ergebnis der guten Darstellung seiner Einsatztruppe in der Gemeinde und darüber hinaus.

In seinen Grußworten unterstrich Bürgermeister Hajo Gruber die fachliche Kompetenz und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in seiner Gemeinde, denn „sie setzen ihr Leben ein, wenn andere wegschauen oder gar weglaufen“. Vorausschauend erwähnte er den „sinnvollen und absolut notwendigen“ Feuerwehrhausneubau. „Es wird eine große Aufgabe für uns alle, aber es wird funktionieren“, ist er überzeugt. Stefan Raithel ist „froh, dass wir bei unseren Einsätzen immer solch eine schlagkräftige Unterstützung an unserer Seite wissen.“

Nachdem Kreisbrandinspektor Hans Huber festgestellt hatte, „dass sich etwas rührt in der Kiefer, natürlich positiv“, nahm er mit Kommandant Joachim Buchmann die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Für seinen 25-jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr erhielt Franz Holzmüller das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber. Auf eine 40-jährige Vereinszugehörigkeit blickt Bürgermeister Gruber zurück und für 40 Jahre Dienstzeit wurde Heinz Kernein mit Ehrenzeichen und Urkunde ausgezeichnet.

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