Oberaudorf – Über 400 Seiten stark ist das Organisationsgutachten, das die Beratungsfirma „Coramentum“ aus Wuppertal jetzt dem Oberaudorfer Gemeinderat vorgelegt hat. Alle Gemeindezweige wurden von externen Fachleuten auf „Herz und Nieren“ geprüft, 138 Empfehlungen abgegeben. Diese sollen nun zügig umgesetzt werden.
Fokus auf die
internen Abläufe
Im Sommer 2017 wurde die Firma „Coramentum“ aus Wuppertal damit beauftragt, eine Organisationsuntersuchung sämtlicher Bereiche der Gemeinde Oberaudorf nebst Gemeindewerke durchzuführen. Ziel der Untersuchung war es, gemeinsam mit der Gemeinde die Organisationsstruktur weiterzuentwickeln sowie Handlungsfelder aufzuzeigen, in denen die internen Abläufe in Zukunft verbessert werden können.
Weitgehend
gutes Zeugnis
Grundsätzlich wird der Gemeindeverwaltung mit Bauhof, den Gemeindewerken und dem gemeindlichen Kindergarten ein weitgehend gutes Zeugnis ausgestellt. Die Empfehlungen beziehen sich vor allem auf interne Arbeitsabläufe. Überdies sollten verwaltungsinterne Prozesse stärker standardisiert und Vorlagen oder Checklisten erstellt werden, schlägt die Firma vor.
Ein weiterer Schwerpunkt der Überprüfung lag auf der EDV-Ausstattung und deren Erweiterung: Ein Dokumentenmanagementsystem wurde vorgeschlagen. „Papierlastige“ Abläufe sollen mittels moderner Technik deutlich gestrafft werden.
Aufbauorganisatorische Maßnahmen wurden der Gemeinde in einer grundsätzlichen Neustrukturierung mit einem dreizügigen Verwaltungsaufbau empfohlen. Insgesamt benötige die Verwaltung zur Bewältigung der anfallenden Aufgaben rund eine Stelle zusätzlich.
Personal reicht
nicht aus
Eine Forderung, die auch für den Bauhof erhoben wird. Die derzeitige personelle Ausstattung reiche nicht aus, um sämtlichen gesetzlichen Pflichtaufgaben im erforderlichen Umfang gerecht zu werden. Über eine personelle Erweiterung gelte es auch bei den Gemeindewerken nachzudenken, so das Prüfteam.
Besonders hervorgehoben wurde der Gestaltungswille der etwa 90 Mitarbeiter, die internen Abläufe zu optimieren. Hier gab es von den Prüfern viel Lob: Das Engagement sei „durchweg bemerkenswert“, so Diplom-Verwaltungsfachwirtin Nathaly Dahms.
Bürgermeister Hubert Wildgruber wertete das Gutachten als „richtungsweisenden Blick von außen“. Man habe nun die bestmöglichen Voraussetzungen geschaffen, die Gemeinde zukunftssicher aufzustellen. ge