Krieger- und Soldatenkameradschaft Obing

Keine Nachwuchssorgen

von Redaktion

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft ist gut drauf. Der Zusammenhalt ist bestens, die Veranstaltungen sind gut besucht, der Nachwuchs ist gesichert. Auch 2017 konnten drei Neuzugänge verbucht werden. Mit 278 Mitgliedern – davon noch zwei Kriegsteilnehmer – gehören die Obinger zu den mitgliederstärksten Vereinen im Gau.

Obing – Die gute Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Ein aktives Vereinsleben und das dörfliche Miteinander prägen das Vereinsleben der KSKler. Um den Verein für die Mitglieder attraktiv zu halten, sollen die beliebten Veranstaltungen auch weiterhin stattfinden und auch neue Ideen verwirklicht werden, sagte der Vorsitzende Ernst Hofstetter.

Neben der Geselligkeit habe sich die KSK die Mahnung für den Frieden und gegen das Vergessen auf die Fahnen geschrieben. Doch diese Ziele müssten im Alltag auch gelebt werden. Dazu zähle unter anderem die Teilnahme an den Wallfahrten.

Schriftführer Mike Zierer gab einen ausführlichen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres. Nicht nur die eigenen Veranstaltungen wie das legendäre Kesselfleischessen in Honau zum Start ins Vereinsjahr und die Floßfahrt im Rahmen des Ferienprogramms seien gut gelaufen. Erfolgreich sei auch das Freundschaftsschießen gegen den Burschenverein gewesen, das die KSK zum wiederholten Mal klar für sich entschieden hätte. Bei der Kriegsgräbersammlung habe Obing mit 2832,28 Euro zum 14. Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt, so Zierer.

Dieser Trend setzte sich, laut dem Gauvorsitzenden Michael Bernauer auch auf Bezirksebene fort. Bernauer hob hervor, wie wichtig die Pflege der Kriegsgräber für ein würdiges Gedenken der vielen Opfer der beiden Weltkriege sei. Er gratulierte den Obingern zu ihrem Vereinsleben. „Dazu braucht es engagierte Leute“, betonte Bernauer und ehrte den Vorsitzenden Ernst Hofstetter für seine 30-jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft, davon seit sechs Jahren als Erster Vorsitzender.

Bürgermeister Sepp Huber stellte fest, dass die KSK kein Auslaufmodell sei. Sie sei eine wichtige Säule der Dorfgemeinschaft.

Zufrieden zeigte sich auch Alois Hofstetter, obwohl er ein Minus in der Vereinskasse zu verbuchen hatte. Grund dafür seien unter anderem die Ausgaben für den Fahnenschrank im Haus der Vereine. Insgesamt sei die Lage aber solide.

Die Zufriedenheit der Mitglieder über den eingeschlagenen Kurs spiegelte sich dann auch in dem eindeutigen Wahlergebnis nieder. Die Vorstandsmitglieder wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt, Wolfgang Schmiedmaier als weiteres Ausschussmitglied neu hinzugewählt.

Wie aktuell der Einsatz für den Frieden ist, zeigte sich abschließend in einem Vortrag von KSK-Mitglied Maximilian Marstaller. Er ist Stabsunteroffizier in der Gebirgsjägerbrigade aus Reichenhall und nahm an der Mission der Vereinten Nationen in Mali teil. Eindringlich schilderte er seine Erlebnisse und Gefühle. Die Bedingungen seien extrem gewesen. Bei etwas körperlicher Anstrengung hätten die Soldaten beispielsweise zwischen sieben und acht Liter Wasser am Tag trinken müssen.

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