Halfing – Schnee und eisige Temperaturen teilweise unter dem Gefrierpunkt haben die Region derzeit fest im Griff. Christian Lehner (47) hingegen ist schon auf Frühling eingestellt. Oder arbeitet seit Monaten zumindest darauf hin, dass bei den Menschen so schnell wie möglich zumindest florale Frühlingsgefühle aufkommen. Weshalb der aktuelle Wintereinbruch kein Problem für viele Pflanzen ist und welche Blumen – wenn der Frühling Einzug hält – als erste Balkon und Garten schmücken sollten, hat der Chef der Gärtnerei Gruber in Halfing im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen verraten.
Bei der derzeitigen Wetterlage denkt kaum jemand in der Region an den Frühling. Befindet sich Ihre Gärtnerei auf noch im Winterschlaf?
Nein, überhaupt nicht. Wir arbeiten ja eigentlich immer drei bis sechs Monate voraus. Beispielsweise haben die Frühblüher, die jetzt dann ab Frühling in den Gärten und auf den Balkonen zum Einsatz kommen, schon fast fertig ausgetrieben. Und auch um Sommerpflanzen wie beispielsweise Geranien kümmern wir uns in der Gärtnerei bereits.
Dann ist bei Ihnen in der Gärtnerei sozusagen schon Frühling eingekehrt…
Ja, wenigsten ein bisschen.
Vor einigen Wochen gab es auch in der Region eine Wärmephase, die einige Bäume und Sträucher schon austreiben hat lassen. Muss hier mit einem größeren Schaden gerechnet werden.
Nein, ich denke nicht. In der Regel ist es ja normal, dass es auch im Winter wärmere Phasen gibt. Das können Bäume und Sträucher schon verkraften. Gefährlich – beispielsweise für Obstbäume – wird es, wenn der Frühling Einzug gehalten hat, die Pflanzen austreiben und dann beispielsweise gegen Ende April nochmal Minusgrade mit Frost kommen. Dann passiert das, was im vergangenen Jahr vielen Obstbauern passiert ist: Dann droht den Pflanzen der Kahlschlag.
Ein kleiner Ausblick auf die kommende, hoffentlich bald beginnende Garten- und Balkonsaison: Gibt es spezielle Trends in puncto Pflanzen?
Eigentlich nicht – es sind eher die üblichen Verdächtigen. Was zu Beginn des Frühlings beispielsweise im Freien gut zum Einsatz kommen kann, sind die Veilchenarten oder etwa Stiefmütterchen. Die sind nämlich nicht so empfindlich und halten es auch aus, wenn es nochmals Nachtfrost geben sollte.
Interview: Mathias Weinzierl