gelungene premiere der theatergemeinschaft tattenhausen

Viel Wirbel um die „hölzerne Jungfrau“

von Redaktion

Punktgenau gesetzte Pointen und Darsteller, die förmlich in ihrer Rolle aufleben – mit der Premiere des lustig-frivolen Stücks „Die hölzerne Jungfrau“ landete die Theatergemeinschaft Tattenhausen unter der Spielleitung von Tina Baumann und Christian Gambus einen Volltreffer.

Großkarolinenfeld – Schon beim ersten Akt flogen den zehn Laiendarstellern, die das Stück brillant spielten, die Herzen der Zuschauer im ausverkauften Saal des Gasthauses „Zum Bräu“ zu. Die Pointen trafen auf den Punkt, und so spendeten die begeisterten Besucher immer wieder Szenenapplaus. Die Darsteller spielten nicht nur Theater, sie lebten förmlich in ihrer Rolle.

Und es geht durchaus turbulent zu in Tattenhausen: Die Gemeinderäte Weidinger (Christian Baumann), Kopp-linger (Ludwig Maier) und Rammel (Michael Stecher) beraten über die Teilnahme am Trachtenzug. Dazu benötigt man das entsprechende Gwand und ein Brautpaar. Eine Trachtenschneiderin ist schnell organisiert, aber ein echtes Brautpaar zu finden, bereitet den Herren Kopfzerbrechen. Zwar möchte Karin Weidinger (Maria Sollinger) gerne als Braut am Zug teilnehmen. Doch der ausersehene Bräutigam, der weibsscheue Mathias (Christian Dörrer) ziert sich noch, er will nicht so recht. Mit allen weiblichen Tricks versucht Karin, ihn für seine Rolle als Bräutigam zu begeistern.

Inzwischen trifft die Störnäherin Monika (Simone Ehberger) mitsamt ihren Utensilien in Tattenhausen ein, darunter eine erstaunlich lebensechte und bildschöne Schaufensterpuppe. Der Arbeiter Michl schleppt die Ausstattung pflichtgemäß und mit einem verschmitzten Seitenblick auf die Schneidermamsell ins Haus. Binnen kurzer Zeit ist der Name „hölzerne Jungfrau“ für die Schneiderpuppe in aller Munde. Und der Wirbel, besonders unter den Männern, nimmt seinen Lauf.

Bei den Damen beginnt derweil der Kampf ums schönste Kleid. Die Wirtschafterin Sophie (Daniela Poertzler) erhebt lautstark und energisch den Anspruch, die Erste und Schönste zu sein. Sodass sich Hilde (Claudia Hofmann) und Karin (Maria Sollinger) hinten anstellen müssen.

Inzwischen findet der Weiberfeind Mathias an den Frauen Gefallen und verliebt sich in Karin: das Brautpaar ist also gefunden.

Die schlitzohrigen Gemeinderäte, allen voran der von seiner herrschsüchtigen Frau Hilde unterdrückte Pantoffelheld Weidinger (Christian Baumann), können sich derweil von der „hölzernen Jungfrau“ gar nicht trennen und entführen sie kurzerhand. Aber auch der Arbeiter Michael (Georg Weichselbaumer) ist von der Puppe so begeistert, dass er sogar noch bei Nacht zu ihr schleicht.

In dem ganzen Trubel schießt zum Ende dieses lustigen Abends Liebesgott Amor noch seine Pfeile auf die Trachtennäherin Monika, den Unternehmer Kirschner, den Arbeiter Michl und auf die Wirtschafterin Sophie. Wer dann letztlich mit wem zusammenkommt, wird jedoch nicht verraten. Nur so viel: Der Landmaschinenhändler Weidinger versöhnt sich mit seiner gestrengen Frau Hilde.

Für den reibungslosen Ablauf der Aufführung sorgen hinter der Bühne Bernadette Fischbacher, Vreni Jäger, Christian Stecher und Josefine Sollinger.

Die nächsten Aufführungen folgen am Freitag, 23., und Samstag, 24. Februar, sowie am Freitag, 2., und am Samstag, 3. März, jeweils um 20 Uhr.

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