Halfing – Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fand auf dem Halfinger Friedhof der im Alter von 93 Jahren verstorbene Nikolaus König seine letzte Ruhestätte. König stammte aus Morawitz im rumänischen Banat, wo er mit seinen zwei Brüdern aufgewachsen war und im elterlichen Betrieb das Maurerhandwerk erlernt hatte. Mit 18 Jahren wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und am Balkan eingesetzt. Zum Kriegsende geriet er in englische Gefangenschaft, aus der er 1948 entlassen wurde und anschließend nach Sonnendorf bei Halfing zum Jodlbauern kam. Dort waren bereits seine Eltern nach deren Flucht untergekommen.
Zwei Jahre später heiratete er seine Frau Maria, der Ehe entstammen die Söhne Klaus, Walter, Horst und Peter sowie mittlerweile acht Enkelkinder und drei Urenkel. 1953 zog die Familie in das selbst erbaute Eigenheim an der Irlacher Straße in Halfing. Schwere Schick-salsschläge waren für ihn 1969 der Unglückstod seines Sohnes Klaus sowie 2001 der Tod der geliebten Ehefrau Maria.
Beruflich war Klaus mit Leib und Seele Maurer bei den Firmen Holzner und Großmann in Rosenheim sowie ab 1960 bei der Firma Gruber in Halfing. Nach dem Tod der Ehefrau lebte er zunächst im Kreis der Familie seines Sohnes Peter. Aufgrund einer schweren Erkrankung mit anschließender Pflegebedürftigkeit verbrachte er die letzten Jahre im Halfinger Stephanihof.
Nach einem von Pater Paul und dem Kirchenchor feierlich gestalteten Requiem wurde Nikolaus König auf seinem letzten Erdenweg von einer großen Trauergemeinde begleitet. Unter den Klängen des „Guten Kameraden“ senkten sich die Fahnen des Halfiger Veteranenvereins und der Feuerwehr zum letzten Gruß. re