Flintsbach – Die Katholische Arbeitnehmerbewegung Flintsbach feierte jetzt ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin und anschließender Feier im Pfarrheim. Rund 100 Mitglieder und Gäste hatten sich dazu eingefunden.
Die Ursprünge des in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreiteten Sozialverbandes KAB gehen bis auf die christliche Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert zurück. So gab es auch in Flintsbach bereits seit dem Jahr 1880 einen ähnlichen Zusammenschluss. Allerdings wurde dieser im Dritten Reich verboten und zur Auflösung gezwungen.
Es dauerte bis zum 9. März 1993, ehe der Ortsverband wiedergegründet werden konnte. Der anfangs noch kleine Verein zählte zu Beginn 13 Mitglieder, konnte sich aber kontinuierlich vergrößern, sodass sich heute 61 Personen für die Interessen der KAB einsetzen.
Vorsitzende Johanna Astner gab bei der Feier zudem einen interessanten, kurzweiligen Einblick in die Tätigkeitsbereiche der KAB, in der sie eine „lebendige christliche Gemeinschaft“ sieht, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, „der Kirche in der Welt der Arbeit, so wie der Arbeit in der Welt der Kirche eine Stimme zu geben“.
Als Steckenpferd der KAB Flintsbach lässt sich die soziale Gerechtigkeit in der Arbeitswelt ausmachen, was auch daran zu erkennen ist, dass im Laufe der Jahre mehrere regionale wie überregionale Projekte unterstützt wurden. Insgesamt belaufen sich die Spendengelder in den letzten Jahren auf die stolze Summe von circa 70000 Euro.
Des Weiteren steht der Sozialverband für ein gemeinsames Zusammenleben, was auch Egon Radke, ehemaliger Kreisvorsitzender und vor 25 Jahren tatkräftiger Unterstützer bei der Gründung, in den Mittelpunkt stellte. Er appellierte, weiter zusammenzuhalten, denn „eine Gesellschaft lebt nun mal vom Mittun der einzelnen Mitglieder“.
Insgesamt 16 Personen engagieren sich seit Gründungsbeginn in der KAB Flintsbach. Sie wurden anlässlich der Jubiläumsfeier von der Vorstandschaft um Johanna Astner und Simon Schmid ausgezeichnet. Darunter auch Ehrenvorstand Hanni Karrer, die 20 Jahre das Amt der Vorsitzenden innehatte und dementsprechend von Astner als „Motor der KAB Flintsbach“ bezeichnet wurde.
Zu den Gratulanten zählten neben Ortspfarrer Dekan Helmut R. Kraus sowie Vertretern des Kreisverbands auch Manfred Weidenthaler und Ludwig Guggenberger vom Vorstandsteam der KAB aus dem benachbarten Brannenburg, welche einen Präsentkorb als „Zeichen der langjährigen Freundschaft“ überreichten und zu einem gemeinsamen Grillabend einluden.
Die Jubiläumsveranstaltung wurde bei einem gemeinsamen Mittagessen abgerundet. Die musikalische Gestaltung übernahm die sechsköpfige Musikgruppe „MeiMusi“. re