Theatergesellschaft Bad Endorf bringt „Der verlorene Sohn“ auf die Bühne

Monologe mit Mütze und Schal

von Redaktion

Noch ist die Premiere fast zwei Monate entfernt – doch die Theaterspieler aus Bad Endorf proben schon fleißig am neuen Heiligenspiel „Der verlorene Sohn“. Auch die klirrende Kälte kann ihnen dabei nichts anhaben.

Bad Endorf – Deutliche Temperaturen unter Null und Schneefall können hartgesottene Theaterspieler nicht abschrecken. Mit dicken Jacken, Schal und Pudelmütze stehen sie auf der Bühne, üben Gestik und Mimik. Immerhin dürfen sie unter Palmen spielen, denn das Stück „Der verlorene Sohn“, das am Pfingstmontag, 21. Mai, Premiere feiern wird, spielt im antiken Palästina, wo Jesus Christus die Pharisäer und Zöllner einst Barmherzigkeit lehrte.

Die Regie übernimmt zum ersten Mal Christine Rossmy, eine erfahrene Spielerin, die bereits mehrere Hauptrollen, darunter Mutter Teresa und Bernadette von Lourdes, auf der Bühne des Bad Endorfer Theaters verkörperte. Gekonnt dirigiert sie über 60 Laiendarsteller, die als Knechte, Soldaten, Händler und Priester dem Stück Leben einhauchen. Die Hauptrolle spielt Konrad Hamberger, ebenfalls ein erfahrener Darsteller, der 2012 als Antonius von Padua die Herzen der Zuschauer rührte.

In der Nähkammer schneidern die Garderobieren fleißig an den Gewändern, die aufgrund der arktischen Temperaturen noch nicht auf der Bühne getragen werden können. Peter Bichler, zuständig für Licht und Ton, stellt mit seinen Helfern die Mikrofone und Scheinwerfer ein. Ehrengäste werden eingeladen, Artikel für den Verkauf am Kiosk besorgt, Kartenvorbestellungen abgewickelt, der Zuschauerraum auf Hochglanz gebracht. Praktisch in jeder Ecke des 1866 erbauten Theaterhauses herrscht hektisches Treiben.

Davon wird am 21. Mai nichts mehr zu spüren sein, wenn sich um 14 Uhr der Vorhang hebt. Die Zuschauer erleben wieder einmal die perfekte Illusion einer Welt, wie sie vor mehr als 2000 Jahren aussah. Sehen Szenen, die zu Tränen rühren, zum Nachdenken anregen oder einfach nur lustig sind. Bis der Vorhang fällt und sie in die eigene, tägliche Realität zurückkehren. Eventuell mit mehr Barmherzigkeit im Herzen.

Karten im

Internet bestellen

Karten für das Stück „Der verlorene Sohn“ gibt es im Internet unter www.theater-endorf.de oder ab 9. April an der Theaterkasse, jeweils Montag, Mittwoch und Freitag, außer feiertags, von 9 bis 13 Uhr, sowie unter Telefonnummer 08053/3743. Aufgrund des großen Andrangs wird eine frühzeitige Reservierung empfohlen.

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