Pfarrkirche in Söchtenau wird renoviert

St.Margaretha strahlt von innen

von Redaktion

In der Kirche duftet es nach frischer Farbe und unter dem Kirchengewölbe sagt Kirchenmalerin Sabina Maul dem grauen Belag von Kerzenruß und Staub den Kampf an: Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Kirchlein St. Margaretha in Söchtenau strahlt nach und nach wieder von innen.

Söchtenau – Die strenge Kälte ist jetzt erst einmal vorbei: Sabina Maul, Malermeisterin und Kirchenmalerin, kann ein wenig aufatmen. Seit Wochen arbeitet sie sich in der Pfarrkirche St.Margaretha Zentimeter für Zentimeter die Kirchenwand entlang und bis in die Kuppel hinauf. Es gilt, die Wände von ihrem grauen Belag zu befreien, der sich durch Staub und Kerzenruß im Laufe der Jahre abgesetzt hat.

Kirchenpfleger Georg Liegl ist unter anderem auch verantwortlich für den baulichen Zustand der Kirche. „Die Sanierung wird wohl 63000 Euro kosten“, rechnet er für das Säubern, Kalken und Ausbessern. Heuer ist er seit 18 Jahren Kirchenpfleger. Die Sanierung trifft ihn also nicht unerwartet und es ist auch bei Weitem nicht die erste, die er managt. „Wir haben in der Kirchengemeinde natürlich schon Rücklagen geschaffen für diese Verschönerungsaktion und die politische Gemeinde hat uns einen Zuschuss von 10000 Euro zugesagt“, erklärt er. Ein Antrag auf Zuschuss sei beim Denkmalamt im Landratsamt gestellt und beim Pfarrfest wurde der Erlös gespendet. „Jetzt fehlen uns noch etwa 20000 Euro“, rechnet Liegl weiter.

Sabina Maul freut sich über diesen Auftrag. Sie hat diesmal mit der Tochtergesellschaft „FairJob“ von der Stiftung Attl diesen Auftrag übernommen. Gemeinsam mit zwei Mitarbeitern, die von der Stiftung betreut werden, säubert sie die Wände und trägt den Sumpfkalk in mehreren Schichten auf. Bis Ende April würden sie wohl noch beschäftigt sein, vermutet sie.

Damit sei aber noch nicht das Ende der Sanierung erreicht: „Im Frühjahr sind dann die Türen und der Außenbereich dran. Da kommen dann wahrscheinlich noch einmal Kosten in Höhe von 20000 Euro dazu“, erläutert Liegl die Pläne. Das sei für die 1200-Katholiken-Gemeinde eine große Aufgabe. „Unsere Vorfahren haben so viel Geld ausgegeben und sich so viel Mühe gemacht, dieses Kleinod zu erschaffen, das im Jahr 924 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Da sind wir doch nahezu verpflichtet, dass wir dieses Erbe erhalten und in gutem Zustand weitergeben“, glaubt der Kirchenpfleger.

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