„Stehen gut und solide da“

von Redaktion

Eggstätt reduziert Schulden binnen eines Jahres um 800000 Euro

Eggstätt – Bürgermeister Hans Schartner präsentierte in der jüngsten Eggstätter Gemeinderatssitzung den Jahresbericht, den Kämmerer Christoph Kraus vorbereitet hatte. So konnte die Gemeinde eine Zuführung zu den Rücklagen in Höhe von 706379,23 Euro verbuchen. Statt der vorgesehenen Kredite in Höhe von 504000 Euro – hier ließ Schartner das Stichwort „Haushaltsloch“ fallen – wurde im Haushaltsjahr 2017 kein neuer Kredit aufgenommen.

Aufgrund der Mehreinnahmen beziehungsweise Minderausgaben konnte der Haushalt sogar eine außerordentliche Kredittilgung in Höhe von 421600 Euro verkraften. Somit belief sich die Gesamttilgung in 2017 auf insgesamt 776300 Euro und die Zinsausgaben fielen auf rund 53400 Euro statt der geplanten 61400 Euro. Das Ergebnis der Gewerbesteuer in Höhe von 771097,10 Euro statt der angesetzten 674900 Euro falle ebenfalls sehr positiv aus, so Schartner weiter.

Und auch beim Gemeindeanteil an den Gemeinschaftssteuern gab es Positives zu vermelden: Denn statt der 1,727 Millionen Euro gab es 1,814 Millionen Euro. Schartner: „Ein Hinweis auf die Charakteristik unserer Gemeinde als Wohnstandort.“

Natürlich habe die Verwaltung auch ihren Anteil dazu beigetragen, so Schartner weiter. Beim sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand wurden 135632,12 Euro weniger ausgegeben, als vorgesehen. Auch wurde im vergangenen Jahr „Gott sei Dank“ kein Kassenkredit in Anspruch genommen. Der Schuldenabbau im Bereich der mittel- bis langfristigen Ausleihungen wurde weiter konsequent vorangetrieben. Stand 31. Dezember 2016 lag der Gesamtschuldenstand bei 2310516,88 Euro, so konnte dieser binnen zwölf Monate auf 1534282,59 Euro verringert werden.

Hans Plank merkte an, dass er es lieber gehabt hätte, wenn Kämmerer Kraus den Bericht vorgetragen hätte. Schließlich sei dieser ja auch anwesend. Schartner erwiderte: „Wir können auch jeden Punkt einzeln durchgehen,“ was die Gemeinderäte aber ablehnten. Valentin Obermeier merkte bezüglich der Kreisumlage an: „Als Kommune drehen wir jeden Euro um – der Kreis kann doch auch mal sparen.“ Bürgermeister Schartner verwies auf die Ausgaben für die Allgemeinheit, für Schulen und Krankenhäuser gehe sehr viel drauf: „Diese Ausgaben sind kostenintensiv.“

Stephan Fronhöfer ging auf die anstehenden gemeindlichen Vorhaben wie die Schulhaussanierung ein, die die Gemeinde in diesem Jahr plane. Er wolle einen Ausblick vom Kämmerer, wo man stehe. Der Haushalt sei das eine, aber ein Sachstandsbericht des Kämmerer sei auch wichtig. Bürgermeister Schartner verwies auf die anstehende Sitzung des Finanzausschusses. Kämmerer Kraus versprach, so schnell wie möglich eine Prioritätenliste zu erstellen. Er sei zufrieden, dass man den Schuldenstand auf 1,5 Millionen Euro habe senken können. „Wir stehen gut und solide da!“ elk

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