Bei der Feuerwehr Albertaich

Ständige Fortbildung im Fokus

von Redaktion

Die Albertaicher Wehr präsentierte sich bei der Jahresversammlung im Gasthof Reiter in Frabertsham gut aufgestellt und auf der Suche nach Nachwuchsfeuerwehrlern. Georg Mitterreiter und Mathias Lengl wurden für 25 Jahre aktive Dienstzeit mit dem FeuerwehrEhrenzeichen ausgezeichnet.

Obing – Zufrieden zog der Vorsitzende der Feuerwehr Albertaich, Georg Mitterreiter, Bilanz und stellte fest, dass die Wehr mit derzeit 210 Mitgliedern, davon 36 Ehrenmitgliedern, kameradschaftlich und ausbildungstechnisch gut gerüstet sei. Der Verein lege großen Wert auf die Ausrüstung. Deshalb seien im vergangenen Jahr Dienstkleidung, ein Frühdefibrillator und notwendiges Werkzeug angeschafft worden. Dementsprechend hatte Kassier Rainer Schaffer auch ein Minus in der Vereinskasse zu verbuchen. Insgesamt sei die finanzielle Lage aber zufriedenstellend, betonte der Kassier, der nach 17 Jahren aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellte. Der bisherige Zweite Kassier Franz Mußner junior wurde zu seinem Nachfolger und Julia Kronast zu dessen Stellvertreterin nachgewählt.

Auch heuer wird der neue Kassier wohl wieder tiefer ins Vereinssäckel greifen müssen, denn die Versammlung genehmigte die Anträge auf Anschaffung einer LED-Umfeldbeleuchtung und einer Fahrzeugwarnbeklebung bis zu einem Wert von 3500 Euro. Schriftführer Stefan Zehetmaier hob in seinem Jahresrückblick noch einmal detailliert einige Höhepunkte heraus. Die Wehr habe sich an den zahlreichen Vereinsveranstaltungen beteiligt, Feste befreundeter Wehren besucht und an kirchlichen Feierlichkeiten teilgenommen.

Zufrieden fiel auch der Kommandantenbericht von Andreas Pfisterer aus. Erfreulicherweise habe die Wehr mit insgesamt 50 Aktiven mittlerweile auch drei Feuerwehrfrauen in den eigenen Reihen. Allerdings seien es vier aktive Mitglieder weniger als im Vorjahr, sagte Pfisterer. Neuzugänge seien jederzeit willkommen.

Zuwachs aus der Jugendgruppe

Zuwachs sei aus der eigenen Jugendgruppe mit zwei Jungfeuerwehrlern gekommen. Dies mache deutlich, wie wichtig die Nachwuchsarbeit sei, deshalb gebe es auch heuer wieder eine Jugendwerbeaktion. Die Jugendgruppe solle künftig von Andreas Pfisterer, Andreas Mitter und Andreas Stettwieser geleitet werden.

In diesem Zusammenhang dankte Pfisterer Patrick Spiel für seinen bisherigen Einsatz. Die Mannschaftsstärke sei im Hinblick auf die Größe des Orts immer noch sehr zufriedenstellend. Doch egal, ob große oder kleine Wehr, die Herausforderungen seien vielfältig und die Verantwortung groß. Für den täglichen Einsatz an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr brauche die Wehr eine entsprechende Anzahl an qualifizierten Kräften, deshalb sei die regelmäßige und fundierte Ausbildung unumgänglich. Darüber hinaus seien reale Erfahrungen bei Einsätzen sehr wichtig, denn es sei nicht einfach, das Geübte unter Anspannung im Ernstfall in die Praxis umzusetzen. Mit 16 Atemschutzgeräteträgern liege sie im Soll für die vier Atemschutzgeräte. Allerdings könne man sich darauf nicht ausruhen, weil nicht immer alle zur Verfügung stünden, man müsse deshalb auf diesem Gebiet wieder aktiver werden. Mit sieben ausgebildeten Gruppenführern und zehn auf Landkreisebene ausgebildeten Maschinisten, sei die Feuerwehr Albertaich personell gut besetzt. Zudem stünden bereits fünf Aspiranten für die Gruppenführerausbildung in den Startlöchern und warteten auf die Zuteilung eines Lehrgangsplatzes.

Vergleichsweise ruhiges Jahr

Laut Pfisterer hatten die freiwilligen Helfer mit 15 Einsätzen und rund 500 Einsatzstunden ein vergleichsweise ruhiges Jahr. Unter anderem rückten die Kameraden zu zwei Brandeinsätzen, fünf Technischen Hilfeleistungen und einer Personensuche aus und hatten dabei vielfältige Herausforderungen zu bewältigen.

Ein großes Augenmerk sei wieder auf die Ausbildung gelegt worden, sagte Pfisterer. Auf Standortebene wurden 23 Übungen mit 878 Stunden und zwölf Übungen mit der Jugendgruppe mit insgesamt 152 Stunden abgehalten. Darüber hinaus seien alle möglichen Lehrgangsangebote und überörtliche Ausbildungen wahrgenommen worden. Insgesamt habe der Zeitaufwand für Einsätze und Übungen rund 1535 Stunden betragen. Pfisterer dankte auch den Familien und den Arbeitgebern der Feuerwehrler, die durch ihr Verständnis die Arbeit der freiwilligen Helfer erst ermöglichten. Alle Alarmierungen hätten wochentags stattgefunden. Mit Blick auf die Zukunft braucht es Pfisterer zufolge – neben dem entsprechenden personellen Nachwuchs – für die Wehren in der Verwaltungsgemeinschaft eine einheitliche Verwaltungssoftware, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung des Gerätehauses und die Anschaffung von neuen Atemschutzgeräten.

Bürgermeister Sepp Huber dankte der Wehr für die Übernahme der verantwortungsvollen Aufgabe, die sich auch im letzten Jahr wieder als sehr wertvoll erwiesen habe. Er sagte die Anschaffung einer Verwaltungssoftware zu, die den „Bürokratiewahnsinn“ beenden solle sowie einen höheren Zuschuss zum Lkw-Führerschein.

„Die Albertaicher Wehr ist auf einem guten Weg“, lobte Kreisbrandinspektor Christian Schnebinger. Bei Einsätzen klappe die Zusammenarbeit bestens. Er ehrte Georg Mitterreiter und Mathias Lengl für ihre 25-jährige aktive Dienstzeit. Darüber hinaus informierte er unter anderem über den Aufbau einer Datenbank und darüber, dass der Probebetrieb zur digitalen Alarmierung voraussichtlich 2019 starten solle. Abschließend gab Georg Mitterreiter noch eine Terminvorschau: Vom 7. bis 9. März findet das Dorfschießen statt, am 24. März ist das dritte Starkbierfest im Feuerwehrhaus und entweder am 30. Juni oder aber am 7. Juli das Petersfeuer. ca

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