Neubeuern – Der Antrag und die Planung für eine Ampelanlage bei der VR-Bank waren letztendlich an den Einwendungen und Einsprüchen der Grundstückseigentümer gescheitert. Gleichzeitig kam und kommt aus den Reihen der Bürger immer wieder die Forderung, dass endlich etwas geschehen müsse, um diesen untragbaren Zustand zu beenden.
Diese beiden Überwege sollten mit einem Zebrastreifen, beidseitigen Gehsteigabsenkungen, Beschilderungen nach den straßenrechtlichen Vorschriften und Blinklichtern ausgeführt werden. Auch die Interessengemeinschaft Neubeuern unterstützt dieses Vorhaben, um die Sicherheit der Einwohner Neubeuerns, vor allem der Kinder, Jugendlichen, älteren Mitbürger und Urlauber, zu erhöhen.
Der Polizeiinspektion Brannenburg und dem Landratsamt Rosenheim wurden im Vorfeld der Sitzung die Anträge zur Stellungnahme vorgelegt.
Die Polizei Brannenburg erklärte in ihrer Stellungnahme, dass bereits im Jahr 2017 mehrere Besprechungen mit der Gemeinde und der VR-Bank geführt worden seien. Alle beteiligten Behörden wie Landratsamt, Straßenbauamt, Gemeinde und Polizei hatten einige Varianten erarbeitet und hätten längst grünes Licht für die Baumaßnahme gegeben. Dies sei jedoch an den anliegenden Grundstückseigentümern gescheitert, welche die Maßnahme nicht mittragen wollen.
Aufgrund der beengten Verhältnisse in diesem Bereich seien keine weiteren Möglichkeiten vorhanden, anderweitig einen Fußgängerüberweg zu errichten. Somit sei an dieser Stelle, wo auch von Behördenseite eine Ampelanlage geplant war, auch kein Zebrastreifen möglich. Die Voraussetzungen würden auch durch erneute Anträge nicht erfüllt.
Um im Bereich der Dorfwirtschaft Vornberger einen Fußgängerüberweg zu errichten, müsste eine Mindestquerungszahl erreicht werden. Das Landratsamt erläuterte in seiner Stellungnahme, dass grundsätzlich bei Schulwegen vorrangig Ampeln errichtet oder Schulweghelfer eingesetzt werden sollen.
Nach Meinung des Instituts für Straßenverkehr des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft seien Fußgängerüberwege zur Schulwegsicherung als „problematisch“ einzustufen, da die Schutzwirkung falsch eingeschätzt werde. Für Kinder sei es noch schwieriger als für Erwachsenen, die Geschwindigkeiten der vorbeifahrenden Autos korrekt einzuschätzen. Laut Institut führten Fußgängerüberwege für Kinder häufig zu mehr Gefahren.
In der Vergangenheit gab es bereits Ortstermine, an denen die Voraussetzungen für die Errichtung einer Ampelanlage gegeben sind. Diese Stellen seien zum einen bei der VR-Bank in Neubeuern sowie im Einmündungsbereich Pinswanger Straße/ Hepfengrabenstraße in Altenbeuern. An diesen beiden Örtlichkeiten besteht ein erhöhter Querungsbedarf. Das Landratsamt Rosenheim empfiehlt deshalb den Einsatz von Schülerlotsen.
Die Gemeinderäte befürworteten den Antrag ihres Ratskollegen trotz der negativen Bescheide der Polizeiinspektion Brannenburg und des Landratsamtes Rosenheim. Er erklärte, dieses Anliegen auch weiterhin intensiv verfolgen zu wollen und erntete dafür den Beifall der Zuschauer.