Frauengemeinschaft Schlossberg mit kommissarischer Vorstandschaft

„Es muss sich ganz was Neues entwickeln“

von Redaktion

Die Frauengemeinschaft Schloßberg hat keinen aktiven Vorstand mehr. Bei den Neuwahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung fanden sich keine Kandidatinnen. Jetzt wurde ein kommissarischer Vorstand gewählt. „Es muss sich ganz was Neues entwickeln“, beschreibt Johanna Veit die Situation.

Stephanskirchen – Bei der Jahresversammlung der katholischen Frauengemeinschaft (KFD) in Schloßberg war das Dilemma da: Die bisherige Vorsitzende Barbara Rieger stand für die Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung und auch ihre Stellvertreterin Carola Schreiner wollte nicht mehr kandidieren. So sehr sich die KFD-Diözesanvorsitzende Regina Braun auch bemühte, Kandidatinnen für eine neue Vorstandschaft zu finden: Es gelang ihr nicht. Sie legte den Fokus auf die vielseitigen Begabungen und Stärken von KFD-Frauen, aber auch auf das Ziel, Verantwortung abzugeben und auf viele Schultern zu verteilen. Der Fortbestand der KFD könne nur gemeinsam mit dem Verband gelingen, führte Braun aus. Es müsse deutlich sein, warum der Verband kirchen- und gesellschaftspolitisch so wichtig sei. Trotz aller Bemühungen blieb der Diözesanvorsitzenden keine andere Möglichkeit, als den Vorschlag zu machen, alle Aktivitäten für ein Jahr einzufrieren und ruhen zu lassen. Für einen kommissarischen Vorstand konnte sie Carola Schreiner, Inge Kaiser und Elisabeth Fischbacher gewinnen. Ihre Aufgabe ist es, neue Interessentinnen für eine aktive Vorstandschaft zu finden, möglichst zu anderen flexibleren Bedingungen.

Vor allem der ausgeschiedenen Zweiten Vorsitzenden Carola Schreiner liegt die Notwendigkeit des Fortbestands der KFD am Herzen, so war bei der Jahresversammlung zu spüren. Auch Johanna Voit, ehemalige langjährige Schriftführerin der KFD, bot ihre Mithilfe an. Sie würde den jungen Frauen, die mit dem Gedanken spielen, Verantwortung in der KFD zu übernehmen, gern auch bei der Kinderbetreuung helfen, wenn das im Zusammenhang mit Sitzungen oder anderen KFD-Aktivitäten nötig sein sollte. Auch sie glaubt, dass die KFD vor Ort wichtige soziale Kontakte knüpfen und erhalten könne. „Diese jungen Frauen müssen sich selbst finden, zu flexibleren Bedingungen ihre Vereinsarbeit organisieren“, empfahl sie möglichen Anwärterinnen und betonte noch einmal: „Niemand will in der KFD Schloßberg eine Auflösung der Gemeinschaft. Es geht aber auch nicht darum, an alten Zöpfen festzuhalten.“

Hoffnung auf eine Weiterführung des Vereins schöpften die Frauen, als sich eine junge, neu zugezogene KFD-Frau rege an der teilweise kontroversen Diskussion beteiligte und sich grundsätzlich für eine Mitarbeit interessierte.

Wie die Zukunft auch aussehen mag bei der KFD Schloßberg, ein besonderer Dank galt bei dieser Versammlung auf alle Fälle Barbara Rieger, die nach langjähriger KFD-Arbeit, davon die letzten vier Jahre als Vorsitzende, ihr Amt zur Verfügung stellte. „Es war eine arbeitsintensive und anstrengende, aber auch schöne Zeit“, erinnerte sie. Auch für die letzen Vorstandsfrauen, sowie die Damen des Arbeitskreises gab es Dank und Anerkennung aus der Runde.

Die Geistliche Begleitung der KFD Schloßberg, Monika Eichinger, interpretierte das Gemälde „Aus der Mitte leben“ mit bunten Ringen und farbigen Kreisen, in dem sich alle Verantwortlichen und Mitglieder wiederfinden konnten.

Langjährige Mitglieder

geehrt

Bevor Kaffee und Kuchen serviert wurde, konnten einige Jubilarinnen für langjährige KFD-Mitgliedschaft geehrt werden. 25 Jahre sind Astrid Handke, Hildegard Neumann, Annelies Ott, Elisabeth Schnitzelbaumer Mitglied im Verband, 40 Jahre sind Anna Altmann, Christa Fleischer und Franziska Kosch bei der KFD.

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