Bürgerversammlung in riedering

Gute Ausgangsbasis für Investitionen

von Redaktion

Riederings KämmererWolfgang Eberle zeigte sich zufrieden mit der Haushaltsbilanz der Gemeinde. Dank der guten Ausgangslage – seit 2016 ist Riedering schuldenfrei – habe man „eine gute Ausgangsbasis für anstehende Investitionen“, erklärte er bei der Bürgerversammlung in Riedering.

Riedering – Riederings Bürgermeister Josef Häusler ließ bei der Bürgerversammlung im „Alten Wirt“ in Riedering das vergangene Jahr Revue passieren. Er zeigte sich zufrieden mit dem bisher Erreichten und sprach allen „Mitstreitern“ und Beteiligten seinen Dank aus. Seine Zusammenfassung reichte von der Dorferneuerung in Söllhuben und Pietzenkirchen, über Bauleitplanungen bis hin zum Hochwasserschutz und der Wasserqualität am Tinninger See.

Häusler ging unter dem Stichwort „Kindererziehung“ auf die Ausgaben der Gemeinde ein. Riedering habe im vergangenen Jahr 564273 Euro für seine Kindergärten in Eigenleistung ausgegeben. Auch wenn dies eine teure Investition sei, sei es dennoch wichtig, in Kinder zu investieren. Kämmerer Wolfgang Eberle berichtete von einem soliden Haushalt mit einem Volumen von 14,9 Millionen Euro, wobei 9,5 Millionen auf den Verwaltungs- und 5,3 Millionen auf den Vermögenshaushalt entfielen. Einige Zahlen stellte Eberle besonders heraus: So ragten bei den Einnahmen des Verwaltungshaushalts die 3,2 Millionen „schwere“ Gewerbesteuer heraus, bei den Ausgaben des Verwaltungshaushalts hingegen die Kreisumlage in Höhe von 2,131 Millionen Euro. Eberle erwähnte beim Vermögenshaushalt die Zuführung vom Vermögenshaushalt in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Auch die zu erwartende Rücklage von einer Million extra ließ er hier einfließen. Demgegenüber stünden aber viele Tief- und Hochbau-Investitionen.

Bei den Aufgaben, die dieses Jahr auf der Agenda der Gemeinde stehen, sprach der Bürgermeister den Kindergartenneubau als wichtigen Punkt an: Voraussichtlich müsse die Gemeinde einen Anteil von 2,434 Millionen beitragen.

Weitere wichtige Themen in 2018 seien die Nahversorgung, die Standortsuche für den Bauhof, der Mobilfunk sowie der Neubau des Feuerwehrhauses in Neukirchen und die Sanierung der Mehrzweckhalle. Die Wasserversorgung, der Hochwasserschutz am Rothbach, der weitere Breitbandausbau und die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs seien ebenfalls dringliche Aufgaben.

Flüchtlingskoordinator Hans-Georg Schmidt informierte über die Situation der Geflüchteten im Gemeindegebiet. Derzeit lebten 55 Geflüchtete, darunter sechs Kinder, in Riedering. Der Helferkreis leiste hier enorm viel, auch wenn es nunmehr nur noch eine Handvoll Helfer gebe. Kein Wunder, denn die aktuellen Herausforderungen seien „ein sehr frustrierendes Geschäft“, so Schmidt.

Die Riederinger Bürgerinitiative „Brenna tuats“ kam ebenfalls zu Wort (wir berichteten).

„Nahversorgung ohne Riesen-Supermarkt“

Abschließend stand Bürgermeister Häusler für Fragen zur Verfügung. Die ersten Wortmeldungen betrafen die Nahversorgung. Der tatsächliche Bedarf sei zu ermitteln und der jetzige Bestand zu erhalten. Man wolle keinen „Riesen-Supermarkt!“ Bürgermeister Häusler erklärte, dass der Gemeinderat hierzu erstens noch keinen Beschluss gefasst habe, und zweitens gehe es darum, „in die Zukunft zu planen.“

Parken vor Schule

und Kindergarten

Eine weitere Wortmeldung betraf die Parksituation am Kindergarten und an der Grundschule in Riedering. Da sei zu Stoßzeiten „alles vollgeparkt“. Bürgermeister Häusler musste dem zustimmen. Diese Situation werde sich wohl erst mit dem neuen Kindergarten bessern, auf die Schnelle gebe es da keine Abhilfe.

Eine weitere Wortmeldung aus den voll besetzten Zuhörerreihen betraf den Wertstoffhof. Zu den Öffnungszeiten herrsche dort großer Andrang, frei stehende Grüngutcontainer könnten da für Entlastung sorgen, so die Anregung. Häusler widersprach: Wie wolle man überwachen, dass da wirklich nur Grüngut reinkommt? Ab dem Frühjahr werde es neue Öffnungszeiten geben, er habe schon mit dem Bauhof geredet.

Zum Straßenausbau kamen auch einige Fragen. Eine betraf die gesperrte Brücke am Daxlberg. Häusler erklärte, dass diese aus Sicherheitsgründen seit Oktober 2017 gesperrt sei, der Bauausschuss hierzu jedoch noch nichts geplant habe. Was den Gehweg zwischen Ecking und Neukirchen betreffe, gebe es noch offene Fragen hinsichtlich der Entwässerung und bestehender Mauern auf Gemeindegrund.

Den beiden Bürgern, die bemängelten, dass das alte Schulhaus in Neukirchen in einem maroden Zustand und die Brücke an der alten Niedermoosener Straße verfallen sei, versprach Häusler: „Ich nehme es mit auf!“

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