Brannenburg – Der Verwaltungshaushalt lag mit 10789505 Euro rund 1,1 Millionen Euro über dem Planansatz. Der Vermögenshaushalt lag dagegen mit 3533057 Euro unter dem im Haushalt angesetzten Wert. Mit einer Summe von 1870107 Euro konnte dem Vermögenshaushalt deutlich mehr als vorgesehen zugeführt werden. Entgegen der Planung mit 1,7 Millionen Euro war im letzten Jahr keine Kreditaufnahme notwendig.
Zum Jahresende 2017 lag der Schuldenstand bei 2219172 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 373,22 Euro entspricht. Mit den Schulden der Verbände ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 903,36 Euro. Den Stand der Rücklagen bezifferte Berndl zum Jahresende auf 1304294 Euro.
Einigkeit herrschte im Gemeinderat auch bei der Zustimmung zum Investitionsprogramm 2017 bis 2021, auf dessen Grundlage der Haushaltsplan erstellt wird. Eine Summe von 110000 Euro wird darin für den notwendigen Anbau an das Feuerwehrhaus Großbrannenberg sowie Grunderwerbskosten bereitgestellt. Für den notwendigen Bau eines Kinderhorts, mit dessen Errichtung Ende des Jahres begonnen werden soll, werden 300000 Euro im Haushalt veranschlagt. Teil des Investitionsprogramms ist auch eine vor fünf Jahren beschlossene gemeindliche Zuwendung in Höhe von 275000 Euro zum Bau eines Schützenheimes in Waching. Vorgesehen sind auch mehrere Investitionen im Förderungsprogramm Stadtumbau West, darunter Neuordnungen im Bereich Rathaus-Kirchenstraße und von Straßenbegleitflächen an der Rosenheimer Straße sowie die Fertigstellung des Bereiches um die „ehemalige Kapelle“ im Ortsteil Sägmühle.
460000 Euro sind für Baumaßnahmen an Gemeindestraßen und Brücken sowie Beschaffungen für den Bauhof vorgesehen. Für den Ausbau des Dorfbaches und die Sanierung des Kirchbaches sind 210000 Euro vorgesehen. Der Generalentwässerungsplan mit Kanalkataster und Voruntersuchungen für weitere Sanierungsmaßnahmen erfordern 120000 Euro. Um für künftige Sanierungsmaßnahmen am Kanalnetz gerüstet zu sein, sollen in den nächsten beiden Planungsjahren jeweils 500000 Euro im Investitionsprogramm veranschlagt werden.
Eine weitere Ausbaustufe zur Breitbandversorgung wird im Investitionsprogramm mit 222000 Euro veranschlagt. „An Fördermitteln für bereits abgeschlossene Maßnahmen erhält die Gemeinde noch 166200 Euro“, erläuterte der Kämmerer.
Insgesamt 440000 Euro werden für Sanierungsmaßnahmen an den gemeindlichen Wohnhäusern veranschlagt, davon 380000 Euro für das Wohnhaus am Lutznfeld 14.
Weitere große Posten im Investitionsprogramm sind jeweils 105000 Euro für das Friedhofswesen und die Sanierung einer Wasserleitung in der Blumenstraße sowie 67000 Euro für den Themenweg zum Wendelstein. Leaderförderung: 34000 Euro.