gelungene premiere mit den „drei dorfheiligen“

Brisante Briefe sorgen für Aufregung

von Redaktion

Mit anhaltendem Applaus belohnte das Publikum die gelungene Premiere des in drei Akten aufgeführten Bauernschwanks „Die drei Dorfheiligen“ im Gasthaus Kapsner im Hochstätt. Weitere Aufführungen stehen am Freitag, 16., und Samstag, 17. März, auf dem Programm.

Schechen – Schauspielerische Feinsinnigkeit und hintergründiger Spielwitz, in vielen Proben von Spielleiter Alfons Altendorfer eingeübt, rückten die Geschichte um die ans Tageslicht geratenen außerehelichen Liebesgeschichten von angesehenen Familienvätern und dazu eine total verkorkste Kupplerei so nahe an die Wirklichkeit, dass die Spannung bis zum Schluss anhielt.

Unvermutet aufgetauchte Briefe einer ehemaligen Dienstmagd sorgen im oberbayerischen Scheibling, so der Kern des amüsanten Theaterstücks, für große Aufregung – insbesondere bei den „drei Dorfheiligen“. In diese Figuren schlüpfen die theatererfahrenen Hauptdarsteller Georg Posch als Bürgermeister Hilgermoser, Hugo Kapsner junior findet sich in der Rolle des Automechanikers Riedlechner wieder, und Alfons Altendorfer spielt den Bäckermeister Söllbeck.

Ihre Ehefrauen, und schon gar nicht Uschi, die resolute „bessere Hälfte“ des Bürgermeisters, gespielt von dem vielseitigen Theatertalent Claudia Altendorfer, sollten von dem schon vergessen geglaubten, außerehelichen Liebesabenteuer etwas erfahren, und so zermartern sich die „drei Dorfheiligen“ die Köpfe, wie man diese brisanten Exemplare beseitigen könne.

Diese brodelnde Suppe würzt auch noch der „ungeliebte“ Lehrer Martin Furtner alias Georg Sollinger dergestalt kräftig nach, indem er sich in des Bürgermeisters Tochter Fanny (Katharina Schildhauer) verliebt.

Die heitere, hintersinnige Geschichte beleben außerdem Christoph Gruber mit seinem Auftritt als Jakob Schwälble und verkuppelter Hochzeiter für Fanny sowie dessen Mutter Babette (Rosmarie Schildhauer). Und dabei sollte auch die verwechselte Braut, Riedlechners Tochter Mariann (Evi Nowak), eine bedeutende Rolle spielen.

Schließlich behält die Hinterlist des Lehrers Martin Furtner die Oberhand. Hier überzeugten die amüsanten Gesten von Georg Sollinger ebenso wie die von Katharina Schildhauer in ihrer Rolle als seine Geliebte Fanny. Pfarrer Heizinger (Modest Schildhauer) und Landarzt Dr. Gerner alias Martin Heinzl, die ungewollt in das ganze „Wirrwarr“ hineingeraten sind, runden das Spielgeschehen wohltuend mit ab.

In dieser bis zum Schluss mitreißenden Szenerie brachten sich nicht zuletzt auch die Händlerin Leni Gfeiler (Marianne Posch) und Hilgermosers Knecht Hias (Vitus Altendorfer) trefflich mit ein und durften mit der ganzen Truppe für die gelungenen Auftritte den verdienten Applaus abholen. Die nächsten Aufführungen finden am Freitag und Samstag, 16. und 17. März, jeweils um 20 Uhr im Gasthaus Kapsner statt. Karten sind jeweils noch an der Abendkasse erhältlich.so

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