Eggstätt – Die Grippewelle hatte selbst vor den Mitgliedern des Trachtenvereins keinen Respekt: Nur 32 Mitglieder – viele fehlten krankheitsbedingt – konnte Sigi Hundhammer, Vorsitzender des Trachtenvereins D’Hartseer Eggstätt, jetzt zur Frühjahrsversammlung begrüßen. Hundhammer bedankte sich bei Herbert Haubl für seine Unterstützung bei der Übersetzung der alten Vereinschroniken. Eine Arbeit, die Haubl nach eigenen Angaben viel Spaß gemacht hat. So wurde er in den Berichten an frühere Zeiten erinnert und habe viele Personen wiedererkannt. Er dankte dem Verein für dessen Bestreben, das Gefühl von Heimat und Zusammengehörigkeitsgefühl zu vermitteln.
Übersetzung aus
dem Altdeutschen
Chronistin Renate Oberhuber stellte den Mitgliedern anschließend die überarbeitete Vereinschronik vor. Die alten Chroniken wurden dabei in aufwendiger Recherchearbeit aus dem Altdeutschen übersetzt, digitalisiert und als Bücher gebunden. Die alten Chroniken wurden konserviert und im Trachtenheim eingelagert. Des Weiteren berichtete sie von dem Vorhaben, die Gruppenbilder im Trachtenheim mit entsprechenden Namenslisten zu versehen. „Auch diese Arbeit ist so gut wie abgeschlossen“, so Oberhuber.
In Vertretung der erkrankten Jugendleiter berichtete Oberhuber von erfreulichen Neuzugängen in der Kindergruppe, die vorwiegend auf den früheren Probenbeginn zurückzuführen sind. Mit den Kindern sind außer Platteln, Drehen und Tanzen auch Aktivitäten wie Basteln für Ostern und das Einstudieren von alten bayerischen Liedern geplant. Oberhuber bedauerte, dass nach wie vor noch kein Jugendausbilder für die Buben sowie ein Ziachspieler für die Proben gefunden werden konnte.
Vorsitzender Hundhammer hob in seinem Bericht die Musikveranstaltungen wie die Hoagarten und das Adventssingen hervor. Auch wenn bei diesen Veranstaltungen in Eggstätt generell wenige Besucher kommen und somit auch oft nichts verdient wird, so „sind sie dennoch wichtig, um unserem kulturellen Auftrag nachzukommen“, bekräftigte der Vorsitzende. Er kündigte für dieses Jahr einen neuen Maibaum an und schlug vor, unabhängig vom Zustand des Maibaumes, diesen generell alle vier Jahre zu tauschen, um mehr Planungssicherheit für alle Beteiligten zu gewähren. Im Anschluss stellte sich der neue Gebietsvertreter Andreas Igel der Versammlung vor. Igel lud zum Gebietspreisplatteln ein, das heuer in Eggstätt in der Hartseehalle stattfinden wird. Eggstätts Bürgermeister Hans Schartner dankte dem Verein für die Teilnahme am Ferienprogramm und zeigte sich auch zuversichtlich, was die Fortführung des Dorffestes (wir berichteten) betrifft. re