Rupert Bauer feierte 90. Geburtstag

Ein Flintsbacher „Urgestein“

von Redaktion

1956 als Lehrer in Gemeinde gestartet – In vielen Vereinen aktiv

Flintsbach – „Als die Großeltern, die bei mir schon Schüler waren, mit ihren Enkeln zur Schuleinschreibung kamen, merkte ich, dass es Zeit wird, den Lehrerberuf an den Nagel zu hängen.“ Das war eine der vielen Aussagen bei der Geburtstagsfeier zum 90. von Rupert Bauer. Viel örtliche Prominenz hatte sich im Haus des Jubilars eingefunden. Das Bläserquartett der Musikkapelle Flintsbach, bei der der frühere Posaunist Rupert Bauer Ehrenmitglied ist, gratulierte mit einem Standerl. Auch der Kirchenchor Flintsbach, bei dem der Jubilar 66 Jahre aktiv mitgesungen hatte, schloss sich der Gratulation an.

Rupert Bauer, der sich altersgemäß guter Gesundheit erfreut, stammt aus dem Landkreis Freising. Er kam im Februar 1956 als Lehrer nach Flintsbach. Klassengrößen von 48 Schülern waren damals keine Seltenheit. „Da war hohe Aufmerksamkeit und diplomatisches Durchsetzungsvermögen gefragt, um den Lehrstoff unterzubringen“, so Bauer rückblickend auf 32 Jahre Lehrertätigkeit an der Volksschule Flintsbach.

Rund 500 Schüler hat er in dieser Zeit unterrichtet. Samstagunterricht, von 10 bis 13 Uhr, gehörte dazu. Wie früher üblich, brachten sich Lehrer aktiv im Vereinsleben ein. So auch Rupert Bauer. Er war 27 Jahre aktiv in der Musikkapelle Flintsbach, davon ein Jahr als Vorsitzender und 17 Jahre als Schriftführer. Weit über 50 Jahre ist er Mitglied des Trachtenvereins D’Falkastoana Flintsbach. Bis zu seiner Hüftoperation hin war er jahrzehntelang Asphaltstockschütze. Auch die Katholische Frauengemeinschaft nahm seine Dienste als Figurenhersteller für den Oster- und Weihnachtsbasar gerne in Anspruch. In den 1950er- bis 1970er-Jahren, als in Flintsbach noch viele Gäste zur Sommerfrische weilten, war Rupert Bauer auch Fremdenführer.

Manch amüsante Geschichte von seinen Führungen zum Heuberg – wo man noch die Innfähre benutzte – Riesenkopf und Wendelstein gab er in der Geburtstagsfeier zum Besten.

Die Pfarrei St. Martin und die Musikkapelle Flintsbach verdanken Rupert Bauer wertvolle Tonbandaufnahmen, die er noch mit einem Röhrengerät machte.re

Artikel 1 von 11