Aschau – „In Anlehnung an die Satzung werden jedes Jahr neue Projekte entwickelt. Das erfordert kreatives Denken und Handeln und bewahrt davor, stehen zu bleiben“, so die Vorsitzende weiter. Der Verein wolle einen Beitrag leisten, das Bergsteigerdorf Sachrang als vitale Dorfgemeinschaft lebenswert und liebenswert zu erhalten.“ Zehn Jahre nach der Gründung umfasse der Verein 64 Mitglieder und übernehme gezielt Aufgaben im Dorf und im Oberen Priental. Drei Aktionen „Naturprojekte“ führte der Verein durch, vom „Jodeln auf der Alm“ mit Traudi Siferlinger, über das Bäume ausreißen auf der Alm, das gemeinsame Schwenden von Laien mit den Bergbauern, um die Almen zu entbuschen, bis hin zum Almabtriebsfest. Ein Höhepunkt war der Festakt zur Ernennung von Sachrang und Schleching zu Bergsteigerdörfern auf der Priener Hütte mit den Ministerinnen Ilse Aigner und Ulrike Scharf.
„Alle – wie immer ehrenamtlich geleisteten – Aktionen basieren auf unseren Vereins-Prinzipien Verantwortung übernehmen – Wissen weitergeben – Heimatkunde vermitteln – und das Geigelsteingebiet, eines der größten Naturschutzgebiete Bayerns vor unserer Haustür, wertschätzen“, umschrieb Trappmann die Aufgabenstellung.
Wissen weitergeben von Alt nach Jung und Einzelcoaching als Lernhilfe waren Projekte der Förderung Sachranger Kinder. Als „Wasserforscher unterwegs“ stiegen die Kinder beim Ferienprogramm mit Lilo Trappmann der Prien ins Bett und bauten für die bedrohten Fledermäuse der Region Wohn- und Schlafkästen. Bei Veranstaltungen in der Nachbarschaft schauten einige Vereinsmitglieder über den Tellerrand und überzeugten sich davon, dass es auch anderswo Probleme bei der Umsetzung der Ideen vom Umgang mit der Kulturlandschaft und viele gute Lösungsansätze dazu gibt.
„Sachrangs Vitalität muss erhalten bleiben“, forderte Trappmann, „das erfordert ein ständiges Augenmerk aller Sachranger“. Unverzichtbar für Einheimische und Gäste sei mittlerweile die Selbstversorgung durch den Sachranger Dorfladen. Ebenso unverzichtbar sei der Kindergarten St. Michael, um dessen Erhalt sich viele Bürger im Dorf in vielfacher Hinsicht kümmern. „Wir würdigen die Leistungen dieser Akteure durch unsere Anwesenheit bei ihren Veranstaltungen und stehen der Leitung immer als Paten zur Verfügung, wenn wir gebraucht werden.“
Für das laufende Jahr hat sich der Verein wieder viel vorgenommen. Erneut geht es mit Traudi Siferlinger am 8. September jodelnd auf die Alm und ein Kamingespräch in der Kaiserblickstubn mit Alexander Egger, dem ehemaligen Hüttenwirt der Riesenalm und der Priener Hütte, ist für 4. April vorgesehen. Die Handarbeit im Naturschutzgebiet Geigelstein wird ein fester Bestandteil der Vereinsarbeit bleiben. Zum Erhalt der Almen wollen sich die Laien den Bergbauernprofis wieder als Schwendknechte zur Verfügung stellen und auch beim Almabtrieb wolle man mithelfen.