Sportverein Nussdorf mit Jahresrückblick

Wie halten sich Skifahrer im Sommer fit?

von Redaktion

Was machen Ski-Fahrer im Sommer oder Tennisspieler im Winter? Sie treiben natürlich Sport! Wenn sie dem Nußdorfer Sportverein (SVN) angehören, dann auch noch gut organisiert und stets unter fachkundiger Anleitung.

Nußdorf – Wer es genau wissen wollte, was der SVN das ganze Jahr über leistet, konnte sich auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Sportlerheim informieren.

Es verging wohl nicht einmal ein einziger Tag, an dem nicht wenigstens eine Veranstaltung auf dem Plan des 1179 Mitglieder zählenden Vereins stand. Angebote gab es für jeden, ob Jung oder Alt, ob Anfänger oder Fortgeschrittener oder ob Hallen- oder Outdoor-Sportler. Mit Freude und Begeisterung nahm Siegi Zacher, Vorsitzender des SVN, den sportlichen Jahresrückblick der Abteilungen entgegen, denn es gab viel zu berichten.

So referierte Sabrina Lux aus der Ski-Abteilung nicht nur über eine erfolgreiche Ski-Saison, über zahlreiche Kurse und Meisterschaften, über Pokale und über viele Siege, sondern auch über das Sommertraining. Schließlich möchten die Skifahrer in der „schneebedeckten Saison“ mit Erfolgen glänzen. Die Kondition dafür holen sie sich aber bereits schon im Sommer. Für die Kinder der Abteilung standen Läufe, Radtouren, Bergwanderungen oder Schwimmtrainings in der Schwimmhalle der Bundeswehruniversität auf dem Programm.

Wer sich nicht unbedingt auf zwei Brettern in den Schnee traut, der ist bei den anderen Sportarten ebenso gut aufgehoben. Paradebeispiel hierfür ist die Abteilung Turnen und Breitensport. Angefangen von den Kleinsten mit dem Mutter-/Kind-Turnen, über Gymnastik bis hin zum „Condifit“, steht so ziemlich alles auf dem Programm, was an Sport in einer Turnhalle betrieben werden kann. Seit einigen Jahren zieht es die Breitensportler aber auch nach draußen. Hier geschieht dann fast unglaubliches: Mit „Lauf10“ schaffen es die Teilnehmer in zehn Wochen zehn Kilometer zu laufen. Hier laufen nicht die Profis, sondern das Angebot richtet sich insbesondere an Anfänger und Ungeübte. Wer es nicht für möglich hält, der kann sich von Heidi Wullinger am 17. April im Sportlerheim dazu genauer informieren. Los geht es dann am 3. Mai.

Über ein strammes Programm berichtete auch die Abteilung Tennis. Die Abteilung ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat mittlerweile 230 Mitglieder.

Für denjenigen, die eher kleinformatige Bälle mögen, kommen bei der Tischtennisabteilung auf ihre Kosten. Die erste Mannschaft spielt derzeit in der 2. Kreisliga. Nach Ostern kommt sie in die Relegation zum Aufstieg in die erste Kreisliga. „Die Jugenddecke ist recht dünn“, klagte Abteilungsleiter Peter Denzler. So würden derzeit nur acht Jungen und keine Mädchen am Training teilnehmen.

Die Abteilung Karate konnte im vergangenem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiern.

Spannend und gleichsam sportiv war der Bericht über das Fußballgeschehen von Robert Dandlberger.

Fast alle Berichte hatten einen gemeinsamen und weniger erfreulichen Punkt. So wurde über alle Abteilungen hinweg festgestellt, dass viele Kinder und Jugendliche ihre sportlichen Aktivitäten zu einem Zeitpunkt einstellen oder erheblich einschränken, wenn ein Schulwechsel ansteht. So berichteten einige Abteilungsleiter, dass der Leistungsdruck auf die Schüler in den letzten Jahren enorm zugenommen habe und die Jugendlichen zwingen würde, statt Sport zum Ausgleich sich lieber über ihren Lernstoff herzumachen.

Für Gäste des Sportlerheims, die gerne Fußballspiele des Sportsenders Sky anschauen, gab es weniger gute Nachrichten. Wegen der angekündigten horrenden Kostensteigerung und der schwindenden Zuschauerzahl hat der Verein das Abo für den Sportsender gekündigt.

Ein großes Lob hatte Zacher auch für die Wirtsleute des Sportlerheims dabei, die sich mit großen Engagement um das leibliche Wohl und die gemütliche Atmosphäre kümmern.

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